Investorensuche bei Conergy-Tochter Mounting Systems läuft

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der insolvente Hersteller von Montagegestellen hat noch keinen neuen Investor gefunden. Es gibt aber bereits vielversprechende Gespräche. In der Fabrik von Mounting Systems in Rangsdorf wird derweil weiter produziert. Großaufträge aus Japan und Thailand machen dies möglich.

Schiene des Montagesystems von Mounting Systems

Die Montagegestelle von Mounting Systems sind weltweit noch gefragt.
Foto: Mounting Systems

Mounting Systems produziert trotz Insolvenz weiter in seinem Werk in Rangsdorf. Die Auslastung der Fabrik für Montagegestellsysteme sei weiterhin sehr gut, teilte die Tochter von Conergy mit. Grund seien zahlreiche Aufträge, die vor allem aus asiatischen Wachstumsmärkten kämen. Die rund 220 Mitarbeiter produzierten derzeit über 20 Megawatt an Montagegestellen allein für einen Großauftrag aus Thailand. Weitere vier Megawatt sollen Mitte August nach Japan verschifft werden, hieß es weiter. In Japan habe Mounting Systems nun auch eine eigene Niederlassung gegründet, um noch stärker von Photovoltaik-Wachstum vor Ort profitieren zu können. Nach Ansicht von Experten könnte Japan bald der weltweit größte Markt für Photovoltaik-Anlagen sein. Allein im ersten Quartal sind bereits Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt installiert worden. Stefan Spork, Geschäftsführer von Mounting Systems verwies darauf, dass die japanische Regierung seit der Atomkatastrophe von Fukushima klar auf Erneuerbare und dabei besonders auf Photovoltaik setze.

Auch in den USA sei Mounting Systems gut aufgestellt. Seit 2011 verfüge das Photovoltaik-Unternehmen dort über eine eigene Niederlassung und Fertigung. Die US-Tochter sei auch nicht von der Insolvenz betroffen. Die Geschäfte liefen daher in den USA „ganz normal weiter“, hieß es bei Mounting Systems. Der Montagegestell-Hersteller musste im Zuge der Insolvenz von Conergy ebenfalls seine Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht anmelden. Derzeit läuft die Suche nach einem Investor. Die gute Auftragslage bewertet Geschäftsführer Spork dabei als wichtiges Signal. „Das ist ein wichtiges Signal für unsere Mitarbeiter, den Markt und potenzielle Investoren, mit denen wir derzeit Erfolg versprechende Gespräche führen“, sagte er. (Sandra Enkhardt)


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