Investor aus Katar soll Solarworld retten

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der hoch verschuldete Bonner Photovoltaik-Konzern soll sich nach einer Agenturmeldung weitgehend einig mit dem Partner Qatar Solar Technologies über einen Einstieg sein. Die Detail will Solarworld auf der außerordentlichen Hauptversammlung veröffentlichen.

Solarworlds Waferfertigung in Freiberg

Solarworld hofft auf Hilfe aus Katar
Foto: SolarWorld AG

Die Qatar Solar Technologies soll der Solarworld AG aus der Krise helfen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sei der Investor zum Einstieg bei dem hoch verschuldeten Solarkonzern aus Bonn bereit. Die Gespräche liefen derzeit aber noch. „Die Höhe der potenziellen Beteiligung werden wir auf der außerordentlichen Hauptversammlung veröffentlichen“, sagte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck der Nachrichtenagentur. Es werde sich um eine Minderheitsbeteiligung handeln.

Solarworld hatte in dieser Woche vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht. Der Verlust belief sich demnach allein im vergangenen Jahr auf knapp eine halbe Milliarde Euro. Der Umsatz lag 2012 nach den vorläufigen Berechnungen bei  606 Millionen Euro. Ende Mai will der Photovoltaik-Hersteller seine endgültigen Geschäftszahlen veröffentlichen. Kurz danach verkündete Solarworld die Einigung mit seinen wichtigsten Gläubigern über die Restrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten. Geplant ist ein umfassender Schulden- und Kapitalschnitt, wobei vor allem die Alteigentümer fast ihren kompletten Anteil verlieren und die Gläubiger künftig die Mehrheit besitzen würden.

„Der Forderung der Aktionärsschützer, dass sich das Management beteiligt, werden wir sicher Rechnung tragen“, sagte Asbeck Reuters. Seine Anteile würden nach der Restrukturierung von 28 auf 1,4 Prozent sinken. Asbeck sei aber bereit, noch einmal frisches Kapital zu investieren, berichtet Reuters mit Verweis auf Kreise. Er rechne damit, dass im Herbst alle Kapitalmaßnahmen unter Dach und Fach seien. Dann würden sich die Gesamtschulden von derzeit einer Milliarde Euro auf rund 400 Millionen Euro verkleinern. (Sandra Enkhardt)


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