„Intersolar Europe“ klingt aus

Kategorie: Intersolar 2010, Märkte und Trends

(Aktualisierte Fassung mit Stellungnahme des Veranstalters) Die Photovoltaik-Branche blickt optimistisch in die Zukunft. Die geplante zusätzliche Kürzung der Solarförderung soll vor allem mit einem stärkeren Engagement aus ausländischen Märkten und neuen Produkten kompensiert werden.

Andrang auf der Intersolar

Der Andrang auf der diesjährigen Intersolar war riesig
Foto: Solar Promotion

Drei Tage erstrahlte die Solarbranche auf der „Intersolar Europe“ in München in glänzendem Licht. Mit einem neuen Aussteller- und Besucherrekord ging die Messe zu Ende. 1884 Aussteller präsentierten Neuheiten aus den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie; eine Steigerung um rund 33 Prozent gegenüber 2009. Entsprechend voll und wuselig ging es in den Messehallen zu. Insgesamt kamen rund 72.000 Besucher aus 150 Ländern an den drei Messetagen erwartet. Der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH, zeigte sich mehr als zufrieden. Der Besucheransturm habe alle Erwartungen übertroffen, sagte Markus Elsässer, Geschäftsführer von Solar Promotion.

Optimistischer Grundton

Trotz der geplanten Einschnitte bei der Solarförderung in Deutschland äußerten sich die Vertreter der Photovoltaik-Unternehmen fast durchweg optimistisch. Eine häufig gestellte Forderung an die Politik lautete: „egal, was politisch entschieden wird, wir wollen endlich Klarheit“. Die meisten Photovoltaik-Firmen zeigten sich zuversichtlich, die zum Juli geplanten zusätzlichen Kürzungen bei der Photovoltaik-Förderung verkraften zu können. Mehr Sorge bereitet hingegen die zum Jahreswechsel anstehende Degression von weiteren rund zehn Prozent. Allerdings hoffen viele Photovoltaik-Unternehmen, dass bis dahin andere Märkte kommen. Viele Vertreter gingen zum Beispiel davon aus, dass vor allem Italien und die USA für den Bau von Solarparks zunehmend attraktiver werden.
Ein weiteres zentrales Thema auf der „Intersolar Europe“ war der weiterhin vorherrschende Wechselrichter-Engpass. Die Hersteller können keine Verbesserung der Situation für die kommenden Wochen versprechen. Es gebe weiter Probleme mit den Zulieferern. Im Schnitt müssten die Kunden um etwa fünf Wochen vertröstet werden. Dies ist natürlich angesichts der bevorstehenden zusätzlichen Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom besonders bitter.
Angesichts der Kürzung der Solarförderung gewinnt das Thema Eigenverbrauch an Bedeutung. Wie sich auf der Intersolar in München zeigte, arbeiten bereits viele Photovoltaik-Firmen bereits an intelligenten Systemen für den Eigenverbrauch. Einige Produkte werden im kommenden Jahr marktreif sein. (Sandra Enkhardt)

Zusatzinformationen rund um die Intersolar

Sehr lesenswert sind die Berichte unserer „Messereporter“. Von der Redaktion ausgewählte Experten haben viele kleine Blogeinträge über ihre Messeerlebnisse verfasst.

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