Innotech Solar: Europäische Module wieder gefragt

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Der deutsch-skandinavische Modulhersteller profitiert nach eigener Aussage von einer erhöhten Nachfrage der Großhändler nach europäischen Solarmodulen. Wegen möglichen rückwirkenden Strafzöllen auf chinesische Module würden viele Händler vor deren Kauf zurückschrecken.

Solarmodul

Die Androhung von Anti-Dumping-Zöllen scheint bei Händlern Wirkung zu zeigen.
Foto: REC

Innotech Solar hat sechs neue Verträge mit Händlern für die Lieferung von Modulen abgeschlossen. Das Unternehmen führt diesen Zuwachs darauf zurück, dass die Händler verstärkt Solarmodule aus europäischer Produktion nachfragen. Grund dafür ist nach Einschätzung von Innotech, dass Händler rückwirkende Anti-Dumping-Strafzölle auf chinesische Module befürchten.

Durch die möglichen Anti-Dumping-Strafzölle sei unklar, wer künftig die billigsten Anbieter von Solarmodulen sind, sagt Thomas Hillig, der bei  Innotech Solar  für Modulverkäufe und Marketing zuständig ist. Daher nähmen Händler derzeit verstärkt Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen in ihr Produktportfolio auf, um über andere Argumente als nur den Preis verkaufen zu können. „Während das Verkaufsgespräch im vergangenen Jahr direkt zum Preis führte, werden unsere Module jetzt in erster Linie aufgrund ihrer guten CO2-Bilanz, ihrer hohen Erträge bei warmen Umgebungstemperaturen und ihrer besonderen Eignung für Ost-West-Dächer gekauft“, erklärt Hillig.

Als weiteren Grund für die erhöhte Nachfrage speziell nach Modulen von Innotech, nennt Hillig die Kostenvorteile des Produktionsverfahrens und den dadurch bedingten positiven Cashflow seines Unternehmens.  Innotech bereitet Solarzellen verschiedener Hersteller, die eine geringe Leistungsfähigkeit aufweisen, so auf, dass die Leistung wieder steigt. Dies wird dadurch erreicht, dass leistungsverringernde Zellbereiche per Wärmebild erkannt und anschließend mit speziellen Lasern automatisch isoliert werden. Dadurch werde eine hohe Qualität bei gleichzeitig günstiger Kostenstruktur erreicht. „Diese wirtschaftliche Stabilität war für die Distributoren, die wir nun zusätzlich beliefern, ebenfalls ein wichtiges Argument“, sagt Hillig. (Mirco Sieg)


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