IHS: Photovoltaik-Markt zieht im zweiten Halbjahr an

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Analysten von IHS erwarten für die zweite Hälfte des Jahres 2014 eine steigende Nachfrage auf dem Photovoltaik-Markt. Im vierten Quartal rechnen sie sogar mit einem Rekordzubau von 15 Gigawatt.

Solarpark in Japan

Insbesondere Großprojekte sollen laut IHS den Photovoltaik-Zubau im zweiten Halbjahr 2014 vorantreiben.
Foto: Conergy

Die IHS-Analysten blicken voll Optimismus auf die kommenden Monate: Ihren Berechnungen zufolge wird im vierten Quartal 2014 der weltweite Photovoltaik-Zubau 15 Gigawatt erreichen – ein neuer Rekord nach den 12,7 Gigawatt im vierten Quartal des Vorjahres. Den aktuellen IHS-Untersuchungen zufolge wird der Photovoltaik-Markt im zweiten Halbjahr deutlich anziehen. Als Gründe nennt IHS bessere politische Rahmenbedingungen in mehreren Schlüsselmärkten sowie die auf Rekordtiefe gesunkenen Systempreise. In den ersten Monaten des Jahres sei die globale Nachfrage zwar sehr gering gewesen. Angesichts der zu erwartenden Belebung halte IHS jedoch an der Jahresprognose von 46 Gigawatt Photovoltaik-Zubau fest.

Treiber des Wachstums sollen IHS zufolge vor allem Großprojekte sein: Neun der im vierten Quartal erwarteten 15 Gigawatt Photovoltaik-Zubau seien auf Kraftwerke mit mindestens einem Megawatt Leistung zurückzuführen. Wichtigster Markt ist IHS zufolge China, gefolgt von Japan, den USA, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Auf dem chinesischen Markt gebe es jedoch Unwägbarkeiten: Dass China zugunsten von dezentralen Photovoltaik-Anlagen weniger große Kraftwerke errichten will, sorge für Verunsicherung. Die Branche habe Bedenken bei der Infrastruktur, den finanziellen Rahmenbedingungen und den Dachrechten.

Angesichts des in der zweiten Jahreshälfte anziehenden Marktes erwartet IHS bei den führenden Photovoltaik-Unternehmen einen deutlichen Anstieg von Absatz und Umsatz – vor allem im dritten Quartal, um die Nachfrage im vierten Quartal zu bedienen. Darüber hinaus rechnen die Analysten damit, dass die Industrie ihre Wirtschaftlichkeit noch weiter verbessert: Im vierten Quartal 2014 könnten demnach entlang der Wertschöpfungskette der Modulproduktion Bruttomargen von rund 15 Prozent erreicht werden (Petra Hannen)


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