Gutes erstes Halbjahr für Solarworld

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Bonner Photovoltaik-Konzern konnte den Absatz im ersten Halbjahr 2014 um 53 Prozent steigern. Der Umsatz stieg um 13 Prozent, davon wurden 81 Prozent im Ausland erzielt. Trotzdem bleibt der Umsatz aufgrund einer veränderten Nachfrage und sinkenden Preisen hinter den Erwartungen zurück.

Zellproduktion von Solarworld

Besonders das Auslandsgeschäft beschert Solarworld die positiven Zahlen im ersten Halbjahr.
Foto: Solarworld

Im ersten Halbjahr 2014 konnte der Solarworld-Konzern den Absatz  von Solarwafern und -zellen, -modulen und Bausätzen deutlich steigern. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres stieg er um 53 Prozent auf 357 Megawatt. Betrachtet man nur Module und Bausätze steigert sich der Absatz um rund 43 Prozent auf 333 Megawatt. Der Umsatz des Konzerns stieg im 1. Halbjahr 2014 um 13 Prozent auf 228 Millionen Euro. Damit liegt er niedriger als Solarworld erwartet hatte.

Das Unternehmen begründet dies unter anderem damit, dass Kunden vorrangig Hochleistungsmodule nachgefragt hätten, die Nachfrage nach Komplettsystemen aber unerwartet stark zurückging. Durch den starken Rückgang des deutschen Marktes, wo bisher die meisten Bausätze nachgefragt wurden, konnte der Konzern seine Absatzziele hier nach eigenen Angaben hier nicht erreichen. Die veränderte Nachfrage und Preisrückgänge auf den Solarmärkten hätten sich deutlich auf den Konzernumsatz ausgewirkt.

Erfolg im Ausland

Besonders das Auslandsgeschäft beschert Solarworld die positiven Zahlen im ersten Halbjahr. 81 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland erzielt. Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen vor allem den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan stark wachsen. Produkte der Marke Solarworld seien weltweit stark gefragt, erklärt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender von Solarworld. „Allein im Juli haben wir mehr als 90 Megawatt verkauft und damit einen neuen Monatsrekord für unser Unternehmen aufgestellt.“ Daher wolle das Unternehmen kurzfristig an allen Produktionsstandorten in Deutschland und den USA bisher zum Teil ungenutzte Kapazitäten aktivieren und weiter investieren, um „im Einklang mit der Nachfrage konzernweit organisch zu wachsen“.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg sich im ersten Halbjahr 2014 auf 101 Millionen Euro. Darin seien allerdings einige Sondereffekte enthalten. Um diese Sondereffekte bereinigt stieg das EBITDA von minus 37 Millionen (H1 2013) auf plus 1 Million Euro (H1 2014). Das konzernweite Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg in der ersten Jahreshälfte auf 81 Millionen Euro. Um die Sondereffekte bereinigt betrug es minus 19 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr 2014 geht Solarworld davon aus, dass das Absatzziel übertroffen wird. Das Umsatzziel werde aufgrund der geänderten Nachfrage und sinkenden Preisen wahrscheinlich nicht erreicht. Inklusive aller Sondereffekte erwartet das Unternehmen ein positives Jahresergebnis in dreistelliger Millionenhöhe. Im Jahr 2015 soll erneut ein positives operatives Ergebnis erzielt werden. (Mirco Sieg)


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