GSE veröffentlicht Register

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Die italienische Netzbehörde hat die Photovoltaik-Anlagen veröffentlicht, die in diesem Jahr von der Solarförderung profitieren können. Voraussetzung ist aber, dass sie rechtzeitig ans Netz gehen.

Solarpark von Q-Cells

Große Freiflächenanlagen erhalten künftig nur noch eine Vergütung, wenn sie im Register der GSE stehen
Foto: Q-Cells SE

In den vergangenen Monaten ist die Solarförderung in Italien neu geordnet worden. Die Regierung in Rom beschloss die Einführung eines Registers für große Photovoltaik-Anlagen ab dem 1. August. Im Juni mussten sich die Investoren der Projekte bei der Netzagentur GSE melden, um einen Förderbescheid für ihre Photovoltaik-Anlagen. Dabei gelten spezielle Kriterien, nach der die Rangliste im Register für die Solarförderung festgelegt werden. Die Neuregelung greift ab dem 1. August. Alle Photovoltaik-Anlagen, die bis dahin ans Netz gehen, erhalten noch die entsprechende Einspeisevergütung.

Insgesamt stehen 947 Photovoltaik-Anlagen auf der Liste, wie der Projektierer New Energy Projects berichtet. Alle diese Projekte haben Anspruch auf Solarförderung, sofern sie bis zum Jahresende am Netz angeschlossen sind. Nach Informationen des Unternehmens handelt es sich um 252 Photovoltaik-Anlagen, die bis Ende Juni bereits fertiggestellt, aber noch nicht am Netz seien. Weitere 695 Projekte befänden sich noch im Bau oder hätten zumindest die erforderlichen Genehmigungen dafür. Die letzten beiden Photovoltaik-Anlagen in der Liste seien am 3. Februar 2010 genehmigt worden. Alle Anlagen, die danach ihre Genehmigungen erhielten, hätten zunächst also keinen Anspruch auf Förderung, berichtet New Energy Projects. Sie könnten allerdings über ein Nachrückverfahren noch in das Register kommen oder müssten sich dann in der November beginnenden neue Runde für das erste Halbjahr 2012 um die Förderung bemühen.

Der Projektierer berichtet weiter, dass 172 Photovoltaik-Anlagen nicht mehr in der Liste stünden, da sie bis Mitte Juli bereits ans Netz gegangen seien. Sie erhalten die jeweils gültigen Einspeisetarife. Im Conto Energia IV ist die monatliche Kürzung der Vergütungssätze für dieses Jahr festgeschrieben. In den kommenden Wochen werde die GSE noch zwei weitere Listen veröffentlichen. Die erste enthalte die möglichen Nachrücker für die diesjährige Solarförderung. Die zweite Liste zeige Photovoltaik-Projekte, die nicht alle notwendigen Unterlagen eingereicht haben und somit auch nicht in den Genuss der Förderung kommen können, wie es weiter hieß. (Sandra Enkhardt)

Einen Überblick über die Photovoltaik-Anlagen im Register finden Sie bei der GSE zum Download. In dem Artikel "Erlösung aus Rom" (photovoltaik 6/2011) können Sie die Kriterien zur Neuregelung der Solarförderung in Italien ausführlich nachlesen.


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