GSE passt erneut Register an

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Die italienische Netzbehörde hat erneut eine aktualisierte Liste mit den Photovoltaik-Anlagen herausgegeben, die in diesem Jahr eine Förderung erhalten können. Auf der Warteliste stehen momentan mehr als 2700 Photovoltaik-Projekte.

Solarpark von Conergy in Italien

Die Listen für die Förderung großer Photovoltaik-Anlagen ist von der GSE erneut aktualisiert worden
Foto: Conergy

Die italienische Netzbehörde hat erneut ihre Register für Photovoltaik-Anlagen aktualisiert, die in diesem Jahr mit einer Solarförderung rechnen können. Nach Angaben des Projektierers New Energy Projects stehen auf der Liste A nun 819 Photovoltaik-Anlagen. 93 davon seien bis Ende Juni fertiggestellt worden, aber noch nicht in Betrieb. Die restlichen Solarparks befänden sich im Bau oder seien zumindest genehmigt. Im Vergleich zur letzten Aktualisierung Ende Juli seien 77 neue Photovoltaik-Projekte auf der Liste A. Die Genehmigung des letzten Photovoltaik-Projekts auf Liste A stamme vom 29. April 2010, bestätigt Andreas Lutz von New Energy Projects. Dabei handele es sich um viele Altgenehmigungen aus Süditalien, wo Zweifel bestünden, dass die Photovoltaik-Anlagen überhaupt gebaut würden. Projektierer, die jüngere Genehmigungen hätten, bliebe nur die Möglichkeit auf Risiko zu bauen, um die Projekte in der nächsten Genehmigungsrunde zu überholen. Dafür müssten sie aber eigentlich bis zum Jahresende wenigstens fertiggestellt sein. Oftmals ist aber die Finanzierung das Problem. Nur finanzstarke Investoren hätten die Möglichkeit, solche Photovoltaik-Anlagen ohne Darlehen ans Netz zu bringen.

Auf der anderen Seite drängt die Zeit für die Projektierer, wie Lutz weiter ausführt. Ende März 2012 endet eine Übergangsregelung, die viele Projektrechte zunichtemachen könnte. Die italienische Regierung hatte im Zuge der Solarförderung festgeschrieben, dass Photovoltaik-Freiflächenanlagen künftig nur noch eine eng begrenzte Fläche einnehmen können.  Auf der Liste B seien 340 Photovoltaik-Anlagen bis zum 11.8.11 in Betrieb gegangen sind. Sie erhielten automatisch eine Einspeisevergütung. Gegenüber der Liste vom 29.7. seien 171 weitere Photovoltaik-Anlagen in Betrieb gegangen. Interessant dabei sei, dass der Anteil der Anlagen aus Mittel- und Norditalien wesentlich höher ist als auf der Liste A. Dies untermauere die Annahme, dass viele Projekte der Liste A „Karteileichen“ sein dürften, die nie realisiert würden, so Lutz weiter. Auf der Warteliste, der sogenannten Liste C befänden sich 2703 Photovoltaik-Projekte, davon hätten 981 noch Genehmigungen aus 2010. Auf der Liste D sind zudem noch 870 Photovoltaik-Anlagen verzeichnet, deren Unterlagen nicht komplett seien und somit derzeit kein Anspruch auf Solarförderung hätten. Im November beginnt die neue Ausschreibung für das erste Halbjahr 2012. (Sandra Enkhardt)


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