Großhändler Donauer stellt Insolvenzantrag

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Das Unternehmen Donauer Solartechnik hat am Montag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Weilheim eingereicht. Verantwortlich ist aus Sicht von Donauer insbesondere das Verhalten der Gemeinde Gilching, in der das Unternehmen ansässig ist.

Beim Photovoltaik-Großhändler Donauer sind rund 90 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.
Foto: Donauer Solartechnik

Donauer Solartechnik, seit über 17 Jahren Fachgroßhändler für Photovoltaik, musste am Montag aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Weilheim einreichen. Von der Insolvenz sind rund 90 Mitarbeiter betroffen. Nach Angaben des Unternehmens wurde über mehrere Monate versucht, dies zu verhindern, indem man an einer Firmenfusion mit einem starken Partner gearbeitet habe. Die Firmenfusion sei bereits spruchreif gewesen, ein Notartermin für die Vertragsunterzeichnung war für den 10. Oktober vereinbart.

Die Gemeinde Gilching hat dem Unternehmen nun kurz vor der endgültigen Einigung einen Strich durch die Rechnung gemacht. So sieht es zumindest das Unternehmen Donauer. Voraussetzung für eine erfolgreiche Einigung mit dem Partner war es, gemeinsam mit der Gemeinde Gilching eine Lösung für die Veräußerung der Firmenimmobilie in Gilching zu finden. Sollte der Verkauf der Immobilie scheitern, drohe die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit durch fehlende Liquidität.

Dies sei dem Bürgermeister der Gemeinde Gilching bekannt gewesen, auch dass eine Einigung mit der Gemeinde bis zum 1. Oktober gelingen musste. Eine eigens für dieses Problem einberufene Sondersitzung des Gemeinderats am 3. Oktober blieb allerdings ergebnislos, da nach Sitzungsbeginn beschlossen wurde, an diesem Tag nichts zum Thema zu beschließen. Donauer kritisiert diese Entscheidung, da alle Beteiligten über die zeitliche Notwendigkeit und die Risiken informiert waren.

Hinzu kam, dass Vertreter der Firma Donauer nicht an der Gemeinderatssitzung teilnehmen durften und die Sitzung schon nach einer halben Stunde wieder beendet worden sei. Nach Ansicht von Donauer-Geschäftsführer Spencer Hippe reicht diese Zeit kaum aus, um dem 24-köpfigen Gemeinderat den komplexen Antrag zu erläutern. Geschäftsführung und Anwälte der Firma Donauer zeigen sich „fassungslos über so viel Ignoranz und Desinteresse“. Man spricht von einem „Schlag ins Gesicht“ der 90 Mitarbeiter und strebt nun eine Schadensersatzklage an. Dies könne den Verlust vieler Arbeitsplätze aber nicht mehr verhindern. (Mirco Sieg)


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