Große Zuwächse bei SMA

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Wechselrichter-Hersteller für Photovoltaik-Anlagen hat in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von knapp 816 Millionen Euro erzielt. Der Engpass bei Wechselrichtern hält allerdings noch immer an.

Neue Fabrik von SMA

SMA hat seine Kapazitäten in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut
Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG blickt wie viele andere Photovoltaik-Unternehmen auf ein überaus erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten 2010 auf 815,8 Millionen Euro erhöht worden, teilte der Wechselrichter-Hersteller mit. Dies sei mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis habe sich ebenfalls deutlich verbessert und erreichte 219,9 Millionen Euro. Insgesamt habe SMA eine Wechselrichter-Leistung von 3146 Megawatt verkauft. "Das erste Halbjahr 2010 geht als das bisher erfolgreichste in die Unternehmensgeschichte ein", sagt SMA-Vorstandssprecher Günther Cramer.

Der Hersteller habe dabei vor allem von der hohen Nachfrage in Deutschland profitiert. Die Absenkung der Solarförderung zum 1. Juli habe zu spürbaren Vorzieheffekten geführt. Allerdings sei auch auf den Auslandsmärkten eine stärkere Nachfrage spürbar gewesen. SMA geht daher auch von einem deutlichen Wachstum des globalen Photovoltaik-Marktes aus. Die neu installierte Leistung werde bei bis zu 14 Gigawatt liegen. Im Vorjahr waren neun Gigawatt Photovoltaik-Leistung weltweit zugebaut worden. SMA bestätigte daher auch seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Hersteller aus Niestetal erwartet für 2010 einen Umsatz zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro.

Lieferengpässe halten an

Einfluss auf das Ergebnis hätten aber auch die Lieferengpässen bei Photovoltaik-Wechselrichtern gehabt, hieß es weiter. Eingeschränkte Verfügbarkeit von Elektronikkomponenten limitiert SMA zufolge weiterhin Produktion. Seit Herbst vergangenen Jahres kämpfen alle Wechselrichter-Hersteller darum, die Produktion weiter hochfahren zu können. Allerdings gibt und gab es Probleme bei den Zulieferern, die wegen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Produktion gedrosselt hatten und Lieferschwierigkeiten kamen, als die Nachfrage auf dem Photovoltaik-Markt im Herbst 2009 wieder rapide zunahm. (Sandra Enkhardt)


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