Große Bandbreite für EEG-Umlage 2014

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Übertragungsnetzbetreiber haben nun die Mittelfristprognose für die EEG-Umlage veröffentlicht - demnach könnte sie sinken oder steigen. Im Jahr 2015 könnte laut Gutachten die im Gesetz festgeschriebene Obergrenze für die Solarförderung von 52 Gigawatt bereits erreicht werden.

Windpark mit Solarpark

Wind und Solar werden immer mehr zu Säulen der Energiewende
Foto: www.pixelio.de/Rainer Sturm

Einen Monat nach der Verkündung der EEG-Umlage für das kommende Jahr geben die Übertragungsnetzbetreiber ihre Mittelfristprognose ab. Die von Prognos und r2b Energy Consulting erstellten Prognosen für die Entwicklung der EEG-Umlage bewegen sich zwischen 4,89 und 5,74 Cent je Kilowattstunde für 2014 je nach Szenario. Im Jahr 2013 wird die EEG-Umlage bei 5.277 Cent je Kilowattstunde liegen. Bei der Mittelfristprognose wird die Entwicklung der installierten Leistung der Erneuerbaren, deren Volllaststunden, die eingespeiste Jahresarbeit, die zu zahlenden Vergütungen, die Höhe der vermiedenen Netzentgelte sowie den Letzverbraucherabsatz für die nächsten fünf Jahre ermittelt.

Die erneuerbaren Energien werden laut dieser Prognose weiter wachsen, wobei sich die Zubauraten je nach Energieträger deutlich unterscheiden werden, wie es in dem von r2b Energy Consulting erstellten Gutachten heißt. Bis 2017 wird die installierte Gesamtleistung der Erneuerbaren auf 111 Gigawatt steigen. Dabei werden 91 Prozent auf Photovoltaik und Windkraft entfallen, wie die Übertragungsnetzbetreiber mitteilten. Es werde damit gerechnet, dass 2015 die im EEG festgeschriebene Obergrenze für die Solarförderung erreicht sein werde. Es sei mit einer „Zubau-Endrallye“ kurz vor Erreichen der 52 Gigawatt-Grenze zu rechnen. Daher wird für die Berechnung der Mittelfristprognose im Trend-Szenario ein jährlicher Photovoltaik-Zubau von 7700 Megawatt in diesem und leicht darunter angenommen. Nach 2015 sei nur noch ein moderates Photovoltaik-Wachstum zu erwarten, so das Gutachten. Dann gehe es vor allem um die Optimierung des Eigenverbrauchs bei Photovoltaik-Anlagen, um diese wirtschaftlich betreiben zu können. Zugleich erwarten die Gutachter, dass auch der Ausbau der Offshore-Windenergie weiter Fahrt aufnimmt. So könnten 2017 bereits 7,9 Gigawatt Kapazität auf hoher See installiert sein.

In die Berechnung der Mittelfristprognose für die EEG-Umlage fließen aber nicht nur die Vergütungszahlungen für die erneuerbaren Energien ein. Weitere Komponenten, die die Höhe der Umlage maßgeblich mitbestimmen, sind  etwa die zu zahlende Marktprämie, die Liquiditätsreserve und die Ausnahmeregelungen für die energieintensive Industrie. (Sandra Enkhardt)


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