GD Solar legt Kapazitäten mit 640 Megawatt still

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Das chinesische Photovoltaik-Unternehmen befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten. Die Produktion bei GD Solar ist nicht ausgelastet und zu teuer. Die Muttergesellschaft, einer der größten Energiekonzerne Chinas, gab deshalb nun eine Gewinnwarnung heraus.

Solarpark von GD Solar in China

GD Solar fertigt die Module für seine Projekte auch selbst.
Foto: GD Solar

Die Guodian Technology & Environment Group Corporation Limited hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Grund dafür seien finanzielle und betriebliche Probleme bei der 100-prozentigen Tochtergesellschaft GD Solar, einstmals einer der größten Projektierer von Photovoltaik-Kraftwerken weltweit. Für GD Solar würden einige signifikante Wertminderungen auf das Vermögen erwartet, heißt es in der am Donnerstag vorgelegten Börsenmitteilung. Somit werde auch der Ergebnisanteil von GD Solar an der Unternehmensgruppe deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.

Zudem kündigt das chinesische Unternehmen an, unter anderem einige Produktionslinien stillzulegen. Derzeit gebe es nur eine geringe Auslastung der Produktionslinien, überdies hohe Herstellungskosten und Probleme bei Geschäftserweiterung auf neue Märkte. Der Aufsichtsrat habe daher entschieden, unter anderem Produktionslinien für kristalline Solarzellen mit einer Gesamtkapazität von 180 Megawatt und für Solarmodule mit 400 Megawatt stillzulegen. Auch die Kapazitäten für Dünnschichtsolarzellen mit 60 Megawatt würden heruntergefahren. Für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten solle zudem ein Investor oder Kooperationspartner für GD Solar gesucht werden. Weitere Stilllegungen seien nicht ausgeschlossen und hingen vom weiteren Geschäftsverlauf ab.

Nach Angaben von IHS war GD Solar 2013 noch der drittgrößte Projektierer von Photovoltaik-Kraftwerken weltweit mit einer Gesamtleistung von rund 715 Megawatt. 2014 immerhin noch der fünftgrößte Projektierer. Es stellte zudem die Wafer, Solarzellen und –module selbst her und beschäftigte rund 5.000 Mitarbeiter. Die Muttergesellschaft gehört zu den größten Energiekonzernen Chinas. Wie viele Mitarbeiter von der Stilllegung der Produktionslinien betroffen sind, blieb zunächst ungenannt. (Sandra Enkhardt)


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