Frisches Geld für die Forschung bei Hanwha Q-Cells

Kategorie: Märkte und Trends, Forschung und Entwicklung, Topnews

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ist derzeit in Südkorea unterwegs. Er schloss dabei verschiedene Vereinbarungen, um die Solarforschung in seinem Bundesland voranzubringen.

Deutscher Standort von Hanwha Q-Cells in Wolfen-Bitterfeld

Mit 22 Millionen Euro sollen drei neue Forschungsprojekte bei Hanwha Q-Cells nun gefördert werden.
Foto: Hanwha Q-Cells

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) hat auf seiner Südkorea-Reise neue Gelder für die Solarforschung in seinem Bundesland eingesammelt. Bei einem Treffen mit Vertretern des südkoreanischen Mischkonzerns Hanwha sei vereinbart worden, 22 Millionen Euro in die gemeinsame Solarzellen-Forschun zu investieren. Es seien drei neue Projekte geplant, sagte Haseloff nach einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“. Hanwha hatte den damals insolventen Photovoltaik-Hersteller Q-Cells aus Wolfen Bitterfeld übernommen und den Standort in Deutschland danach erhalten. In Sachsen-Anhalt ist die Solarzellenforschung von Hanwha Q-Cells angesiedelt. Die 22 Millionen Euro werden sich der Hanwha-Konzern und der Bund teilen. Nach Aussagen von Haseloff sollen zusätzlich 1,4 Millionen Euro an EU-Geldern in ein weiteres Forschungsprojekt von Hanwha Q-Cells fließen.

Bereits am Montag hatte Haseloff eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Republik Korea bei der Solarforschung beschlossen. Vertreter beider Seiten unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung. Demnach ist eine Zusammenarbeit zunächst auf fünf Jahre befristet. In einem ersten Projekt solle es darum gehen, Solarzellen soweit zu verbessern, dass sie auch bei extremen Wetterbedingungen länger funktionsfähig blieben, teilte die Staatskanzlei mit. Zudem solle der Silizium-Anteil in den Solarzellen gesenkt werden, um sie kostengünstiger zu machen. Das Forschungsprojekt sei auf zwei Jahre angelegt und solle mit fünf Millionen Euro gefördert werden. Daran beteiligt sein wird von Seiten Sachsen-Anhalts das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP). „Dies ist ein wichtiges Ergebnis meines Besuches. Sachsen-Anhalt wird als Forschungsstandort und als Standort der Solarwirtschaft gestärkt. Davon wird auch Hanwha Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen profitieren“, erklärte Haseloff nach Abschluss der Vereinbarung. (Sandra Enkhardt)


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