First Solar schafft Zehn-Gigawatt-Meilenstein

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der US-Dünnschichtmodul-Hersteller hat weltweit Projekte mit zehn Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert. Die erzeugte Jahresleistung würde ausreichen, um Luxemburg mit Energie zu versorgen. Außerdem hat First Solar ein neues Onlinetool zur Planung von Photovoltaik-Kraftwerken vorgestellt.

Solarpark mit First Solar Modulen in Großbritannien

Eines der jüngst fertiggestellten Photovoltaik-Kraftwerken mit First-Solar-Modulen ist der Solarpark mit 46 Megawatt in Großbritannien.
Foto: BELECTRIC UK

First Solar, Inc. hat nach eigenen Angaben als erster Hersteller von Dünnschichtmodulen die Marke von zehn Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung weltweit erreicht. Die verkündete der US-Konzern anlässlich der Eröffnung des World Future Energy Summits (WFES) in Abu Dhabi. Die erste Auslieferung der Cadmiumtellurid-Module sei im Jahr 2002 erfolgt. Sie kämen in vielen Anwendungen zum Einsatz – von kleinen Dachanlagen bis hin zu Muli-Megawatt-Solarparks. Alle mit First-Solar-Modulen ausgestatteten Photovoltaik-Projekte erzeugten zusammen rund 14.000 Gigawattstunden Solarstrom pro Jahr. Dies entspreche dem Energiebedarf Luxemburgs sowie der Leistung von 20 Kohlekraftwerken.

First Solar ist allerdings nicht nur Hersteller von Solarmodulen, sondern auch eines der größten EPC-Unternehmen, dass weltweit Photovoltaik-Kraftwerke realisiert. Im vergangenen Jahr erhielt das US-Unternehmen den Zuschlag für einige der größten Solarparks weltweit, darunter Agua Caliente (290 Megawatt) und den Solarpark Topaz (550 Megawatt) in den USA sowie Luz del Norte (141 Megawatt) in Chile. Bei Projekten mit mehr als 2 Gigawatt hat First Solar auch die Wartung und Betriebsführung (O&M) übernommen.

Ebenfalls auf dem WFES in Abu Dhabi stellt First Solar ein neues Onlinetool für die effiziente Planung von Großflächen-Solarkraftwerken vor - das Energy Capacity Assessment Tool. Es biete Entwicklern und Investoren die Möglichkeit, eine Einschätzung zur Umsetzbarkeit sowie zum potenziellen Energieertrag großer Dünnschicht-Freiflächenanlagen überall auf der Welt zu geben. Auf einer kartographischen Oberfläche ließen sich mögliche Standorte abstecken, Anlagen planen und Einstellungen für größtmögliche Energieleistung durchspielen. Am Ende wird ein Bericht generiert, der die geschätzte Kapazität und den Energieertrag des Standorts wiedergibt und hierbei auch Sonneneinstrahlung, Durchschnittstemperatur, Zeitplan für die Errichtung des Projekts und mehr in die Kalkulation einbezieht, wie First Solar weiter mitteilte. „Das Energy Capacity Assessment Tool unterstreicht unser langfristiges Engagement, unsere Kunden in Europa und weltweit mit sauberer, verlässlicher und bezahlbarer Energie zu versorgen. Das neue Onlinetool resultiert in einer deutlichen Optimierung der Projektbeurteilung von Großflächen-Solaranlagen und bietet einem breiten Personenkreis Zugang zu Informationen, auf die bislang nur Projektentwickler Zugriff hatten“, erklärte Christopher Burghardt, Vice President für Europa bei First Solar. (Sandra Enkhardt)


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