First Solar kündigt Preiskampf an

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Das Photovoltaik-Unternehmen will seinen Absatz auch in Deutschland trotz Kürzung der Solarförderung weiter steigern. Dazu muss die Dünnschicht-Technologie kostengünstiger gemacht werden.

First-Solar-Werk in Frankfurt an der Oder

First Solar baut Kapazitäten weiter aus
Foto: First Solar, Inc.

1,5 Millionen Menschen haben die neue Dünnschicht-Technologie von First Solar auf der Weltausstellung in Schanghai besichtigt. Dies teilte der US-Photovoltaik-Konzern mit. First Solar hatte den Pavillion der Inneren Mongolei mit drei Solarmodulen mit seiner neuen „Cutting-Edge“-Technologie ausgestattet. Das Unternehmen sei auch zukünftig bemüht, die Technik seiner Dünnschichtmodule weiter zu entwickeln und damit geringere Kosten zu erreichen.

Bereits am Wochenende hatte First Solar einen neuen Preiskampf für die kommenden Monate angekündigt. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa-AFX wolle der Produzent von Cadmiumtellurid-Modulen damit seinen Absatz in Deutschland trotz sinkender Einspeisevergütung für Photovoltaik weiter steigern. Wegen der Einführung neuer Produktionsprozesse seien die Kosten im dritten Quartal leicht auf 77 Cent pro Watt gestiegen. Dennoch ist First Solar damit bereits weltweit Kostenführer in der Photovoltaik-Branche.  Der Konzern hält außerdem am weltweiten Ausbau seiner Kapazitäten fest. So solle bis Ende 2012 die Produktionskapazität auf 2,7 Gigawatt nahezu verdoppelt werden. Auch der deutsche Standort in Frankfurt/Oder wird derzeit vergrößert.

First Solar hatte im dritten Quartal mit sinkenden Gewinnmargen zu kämpfen. So konnte das Photovoltaik-Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent auf 797,9 Millionen Dollar steigern. Als operativer Gewinn flossen davon 211,6 Millionen Dollar in die Kassen von First Solar. Damit erzielte der Konzern eine Marge von 26,5 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag diese noch bei 33,9 Prozent. First Solar erhöhte zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr leicht. Es werde nun ein Umsatz zwischen 2,58 und 2,61 Milliarden Dollar erwartet. Der Gewinn werde nun bei 7,50 bis 7,65 Dollar pro Aktie liegen, teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen weiter mit. (Sandra Enkhardt)


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