First Solar kauft Dünnschichtsparte von General Electric

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Beide Unternehmen wollen die Cadmiumtellurid-Technologie weiterentwickeln. Im Gegenzug für den Kauf erhält GE 1,75 Millionen Aktien des US-Photovoltaik-Herstellers und wird damit der größte Anteilseigner. Auch bei Photovoltaik-Wechselrichter wollen beide Unternehmen künftig zusammenarbeiten.

First Solars Werk in Perrysburg

First Solar will künftig die GE-Technologie in der eigenen Produktion nutzen.
Foto: First Solar, Inc.

First Solar Inc. und General Electric (GE) haben eine neue Technologie- und Geschäftskooperation vereinbart. In diesem Rahmen erwerbe der US-Hersteller die Patente der Dünnschichtsparte von GE, teilte First Solar mit. Im Gegenzug erhalte GE 1,75 Millionen Aktien von First Solar. Damit werde GE zum größten Anteilseigner von First Solar, sagte der Vorstandschef des US-Photovoltaik-Herstellers, James Hughes.Der Konzern habe zugestimmt, diese Anteilsscheine für mindestens drei Jahre zu halten. Der derzeitige Aktienkurs von First Solar liegt bei 46,75 US-Dollar.

Mit der Partnerschaft erhoffe sich First Solar eine Verbesserung seiner eigenen Cadmiumtellurid-Dünnschichtmodule. Auch GE hat auf diesem Gebiet massiv geforscht und halte den derzeitigen Effizienzrekord. Künftig sollten die Entwicklungsabteilungen beider Unternehmen zusammenarbeiten, um weitere Fortschritte zu erzielen, hieß es weiter. Zudem könne First Solar durch den Kauf nun auch auf die Technologie von GE zugreifen, sagte Hughes weiter.

Er sagte mit Blick auf die Kooperation, dass es First Solar helfen werde, seine Technologie-Roadmap und Kostensenkungen in der Produktion voranzutreiben. „Um heutzutage in der Solarindustrie führend zu sein, muss man die wettbewerbsfähigste Technologie zu den wettbewerbsfähigsten Kosten anbieten“, ergänzte die Vorstandschefin von GE, Anne McAntee. Künftig solle in den Fertigungsstätten von First Solar die verbesserte Cadmiumtellurid-Technologie von GE zum Einsatz kommen. Daher werde GE den geplanten Bau seiner Fabrik in Aurora im US-Bundesstaat Colorado nicht realisieren.

Zusätzlich haben First Solar und GE nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für die gegenseitige Nutzung von  Photovoltaik-Wechselrichtern und Solarmodulen geschlossen. Der US-Modulhersteller werde die für seine Solarparks notwendigen Photovoltaik-Wechselrichter weiterhin bei GE kaufen, hieß es dazu. GE werde wiederum das weltweite Engagement von First Solar nutzen, um seine Wechselrichter und damit die Netzintegration der Photovoltaik zu optimieren. GE wiederum werde bei seinen Photovoltaik-Projekten weltweit künftig auf Solarmodule von First Solar zurückgreifen, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)


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