EU-Pläne sehen Importzölle zwischen 37,3 und 67,9 Prozent vor

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Nach einem Zeitungsbericht sollen die chinesischen Photovoltaik-Hersteller, die mit der EU-Kommission kooperieren, weniger hohe Aufschläge auf ihre eingeführten kristallinen Solarmodule zahlen müssen. In einem EU-Dokument sollen demnach bereits die konkreten Angaben über die Höhe der Einfuhrzölle für die einzelnen Unternehmen stehen.

Flaggenkollage

Die EU wird wohl Importzölle auf kristalline Solarmodule auf China verhängen.

Der EU-Handelskommissar Karel De Gucht hat am Mittwoch seinen Kommissionskollegen durchschnittliche Importzölle von 47 Prozent für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China vorgeschlagen. Das „Wall Street Journal“ berichtet nun auf Grundlage eines EU-Dokuments, wie hoch die Zölle für die verschiedenen Photovoltaik-Unternehmen ausfallen sollen. Suntech müsse demnach mit Importzöllen von 48,6 Prozent, Trina Solar mit 51,5 Prozent und LDK Solar mit 55.9 Prozent rechnen. Für die meisten anderen Photovoltaik-Hersteller seien für den Fall, dass sie mit der EU-Kommission zusammenarbeiteten Aufschläge von 47,6 Prozent geplant. Diejenigen Unternehmen die nicht kooperieren sollen laut EU-Dokument Anti-Dumpingzölle von 67,9 Prozent zahlen.

Eine Quelle aus dem EU-Umfeld bestätigte auf Anfrage des pv magazine die Spannbreite der Zölle zwischen 37 und 68 Prozent.  EU ProSun und AFASE, die zwei Hauptwidersacher im Streit über mögliche Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle, wollten sich zu konkreten Zahlen nicht äußern. Bis Anfang Juni hat die EU-Kommission Zeit, um die vorläufigen Anti-Dumpingzölle für die chinesischen Hersteller zu veröffentlichen. (Sandra Enkhardt)

Mehr zum Thema „Importzölle“ finden Sie in unserem Spezial.


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