EPIA: 37 Gigawatt Photovoltaik-Zubau in 2013

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews, Hintergrund

Der europäische Photovoltaik-Industrieverband hat seinen neuen Bericht zum Weltmarkt vorgelegt. Asien hat Europa mittlerweile überholt und abgehängt. Außerdem ist ein neuer Vorstand gewählt worden. EPIA wird muss sich zudem einen neuen Generalsekretär suchen.

Dachanlage im Gewerbe in Großbritannien

Das Vereinigte Königreich zählte 2013 auch zu den Gigawattmärkten in Deutschland
Foto: SolarWorld AG

Der Europäische Photovoltaik-Industrieverband hat Zahlen zur Entwicklung des Photovoltaik-Weltmarkts sowie einen Ausblick bis 2018 vorgelegt. Demnach sind weltweit im vergangenen Jahr Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von mindestens 37 Gigawatt neu installiert worden. Dies sei eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2012, als es eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von knapp 30 Gigawatt gegeben habe und damit sogar noch einen leichten Rückgang gegenüber 2011. Stark rückläufig im vergangenen Jahr war EPIA zufolge der europäische Photovoltaik-Markt. Er erreichte einen kumulierten Photovoltaik-Zubau von etwa zehn Gigawatt, weniger als die Hälfte als noch im Jahr 2011. So ist es auch kein Wunder, dass Asien Europa erstmals überholt hat. Dies spiegelt sich auch in der Rangliste wieder. China als weltweit führender Photovoltaik-Markt hat auch nach EPIA-Angaben im vergangenen Jahr eta 11,3 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert. Auf Platz zwei und drei folgen Japan mit etwa 6,9 Gigawatt und die USA mit knapp 4,8 Gigawatt. Nur noch auf Platz 4 liegt Deutschland mit 3,3 Gigawatt, ist aber weiterhin der größte europäische Photovoltaik-Markt. In Europa gibt es mit Italien, Großbritannien, Rumänien und Griechenland vier weiitere Gigawatt-Märkt, wie die EPIA-Zahlen zeigen. Doch in allen vier Ländern lag der Photovoltaik-Zubau nur knapp über der Ein-Gigawatt-Marke, während andere europäische Märkte teilweise drastische Einbrüche hinnehmen mussten. EPIA nennt etwa Belgien, Frankreich und Dänemark. Insgesamt sei das Photovoltaik-Wachstum außerhalb Deutschlands und Italiens in den europäischen Ländern in den vergangenen Jahren sehr stabil bei sechs Gigawatt gewesen. Rückgänge in den einen Ländern seien durch Zuwäche in anderen Regionen wieder ausgeglichen worden, heißt es weiter.

Photovoltaik ist nach EPIA-Angaben weiterhin die drittwichtigste Energiequelle unter den Erneuerbaren – nach Wasser- und Windkraft. In Europa decke Photovoltaik mittlerweile drei Prozent des Strombedarfs und in Spitzenlastzeiten sogar sechs Prozent. Gerade in Europa ist Photovoltaik neben der Windkraft die erneuerbare Energiequelle mit dem größten Zuwachs.

In der vergangenen Woche hat EPIA auf seiner Jahreshauptversammlung auch einen neuen Vorstand gewählt. Oliver Schäfer von Sunpower ist demzufolge zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er löst Winfried Hoffmann an der Spitze des Industrieverbands ab. Zugleich sind drei Vizepräsidenten gewählt worden: Riccardo Amoroso von Enel Green Power, Murray Cameron von Phoenix Solar und Jodie Roussel von Trina Solar. Vier weitere Direktoren komplettieren den neuen Vorstand. Reinhold Buttgereit, seit Mai 2011 Generalsekretär von EPIA, wird zum Monatsende von seinem Amt zurücktreten, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)


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