Energiebau erhofft sich steigenden Umsatz von Donauer Kunden

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

René Médawar, Geschäftsführer von Energiebau, spezifizierte den Plan zur Übernahme der Donauer Kunden. Der Umsatz werde dadurch schätzungsweise um 20 Prozent steigen.

Installateure

Letzendlich liegt die Entscheidung bei den Installateuren, bei welchem Händler sie ihre Photovoltaik-Produkte kaufen.
Foto: Fotolia

Bereits vergangenen Freitag wurde publik, dass der Großhändler Energiebau die Kunden der Donauer Solartechnik Vertriebs GmbH übernehmen will. Nun konkretisierte Geschäftsführer René Médawar das Vorgehen und die Ziele. Im Jahr 2012 hatte Energiebau nach der Übersicht in pv magazine Deutschland (Novemberausgabe) einen Jahresumsatz von 182 Millionen Euro, Donauer von 165 Millionen. Zusammengerechnet belegen sie damit Platz drei, hinter IBC Solar und Krannich Solar.

Am Ende ist es aber natürlich die Entscheidung der Installateure, ob sie statt bei Donauer künftig bei Energiebau kaufen oder sich einen neuen Partner suchen. „Wir müssen sie erst noch gewinnen“, sagt Médawar. Er sieht dafür gute Chancen. Das Produktsortiment ist ähnlich und sie werden auch teilweise Produkte von Donauer mit in das Programm aufnehmen, wie zum Beispiel das Montagesystem Intersol, das Lorenz-Montagesysteme weiter produzieren wird. Außerdem würden sich ehemalige Donauer Vertriebsmitarbeitern nun bei Energiebau bewerben.

Médawar hebt hervor, dass es durch die Akquisition nur wenig Konkurrenz für bestehende Energiebau-Kunden geben wird. Die regionale Überschneidung des Kundenstamms von Donauer und Energiebau sei gering, und belaufe sich auf nur circa zehn Prozent, so Médawar. Das liege daran, dass Donauer in Bayern stark sei, wo Energiebau bisher hauptsächlich mit einigen größeren Betrieben zusammenarbeite. Dadurch ergibt sich die Chance, mit neuen ehemaligen Donauer Kunden den Umsatz deutlich zu erhöhen.

Im Vergleich zu 2012 sind die Umsätze in 2013 gefallen. Für 2014 rechnet Médawar zwar insgesamt nur mit einem Markt von rund 1,5 bis 2,5 Gigawatt in Deutschland. Doch das Segment unter 200 Kilowatt bleibe vermutlich stabil, so dass er mit einem ähnlichen Umsatz wie 2013 rechnet. Von den bisherigen Donauer Kunden werden zwar nicht alle zu ihm wechseln, aber der Umsatz werde durch die Übernahmen, konservativ geschätzt, zusätzlich um 20 Prozent steigen.

Energiebau war schon in der Vergangenheit Gewinner der Konsolidierung auf dem Photovoltaik-Markt. Die Übernahme der Phoenix-Solar-Kunden Anfang des Jahres habe den Umsatz um zehn Prozent erhöht. (Michael Fuhs)


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