EEG-Umlage 2015 zwischen 5,85 und 6,86 Cent je Kilowattstunde

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Übertragungsnetzbetreiber haben nun ihre Mittelfristprognose für die EEG-Umlage veröffentlicht. Das von der Bundesregierung zum Auslaufen der Solarförderung definierte Photovoltaik-Zubauziel könnte nach ihren Studien 2018 erreicht sein.

Fotomontage von Solarpark mit Windrädern

Die installierte Photovoltaik-Leistung wird 2018 deutlich vor Onshore-Windkraft liegen.
Fotomontage: Solarpraxis AG/Tom Baerwald

Die nicht-privilegierten Letztverbraucher werden sich 2015 auf eine EEG-Umlage zwischen 5,85 und 6,86 Cent je Kilowattstunde einstellen müssen. Diese Bandbreite prognostizierten nun die Übertragungsnetzbetreiber, die verpflichtet sind Mitte November eine Mittelfristprognose für die weitere Entwicklung der EEG-Umlage zu veröffentlichen. Ebenso wie die Jahresprognose 2014 ist auch die Berechnung der Mittelfristprognose bis 2018 zur deutschlandweiten Stromerzeugung aus EEG-Anlagen von der r2b energy consulting GmbH im Auftrag der Übertragungsnetzbetreiber erfolgt. Im kommenden Jahr steigt die EEG-Umlage von derzeit 5,277 auf 6,24 Cent je Kilowattstunde.

Der für die Studie von r2b energy consulting im Trend-Szenario zugrunde gelegte Ausbaupfad für die Photovoltaik sieht einen Anstieg der installierten Leistung im kommenden Jahr auf 40,2 Gigawatt vor. Die Bundesnetzagentur hat die installierte Photovoltaik-Leistung zum Stand Ende September 2013 mit 35 Gigawatt beziffert. In den Folgejahren werde die Kapazität über 43,4, 46,0 und 48,4 schließlich auf knapp 52,9 Gigawatt im Jahr 2018 steigen. Damit würde dann die Solarförderung auslaufen, da die Bundesregierung in der letzten EEG-Novelle ein Auslaufen bei 52 Gigawatt festgeschrieben hat. Die Photovoltaik käme dann auf fast die Hälfte der insgesamt installierten Photovoltaik-Leistung, die die Studienautoren mit 111,4 Gigawatt im Jahr 2018 schätzen. Windkraft an Land ist zu diesem Zeitpunkt mit 43,4 Gigawatt prognostiziert und Offshore-Windenergie mit einer installierten Leistung von knapp 6,3 Gigawatt. Dabei gehen die Gutachter davon aus, dass 2018 ein gutes Viertel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, also mehr als 51 Terawattstunden, feste Vergütungssätze
nach dem EEG in Anspruch nehmen werden. Bei der Entwicklung des eigenverbrauchten Solarstroms wird in der Studie eine Steigerung auf 2788 Gigawattstunden im kommenden Jahr vorhergesagt. Bis zum Jahr 2018 wird sich dieser Wert dann auf 5873 Gigawattstunden mehr als verdoppeln, wie aus dem Trend-Szenario hervorgeht.

Dass die Installation neuer Photovoltaik-Anlagen kaum noch Auswirkungen auf die Entwicklung der EEG-Umlage hat, bestätigt sich beim Blick in die Studie. So erwarten die Autoren für die Entwicklung der an Anlagenbetreiber zu zahlenden Einspeisevergütung bei der Photovoltaik eine Summe von 9,595 Milliarden Euro. In den Folgejahren gibt es dann nur noch leichte Anstieg. Schließlich soll sie 2018 bei einer installierten Photovoltaik-Leistung von mehr als 52 Gigawatt bei 10,079 Milliarden Euro liegen, wie die Mittelfristprognose zeigt. Demgegenüber wird die durchschnittlich an die Anlagenbetreiber zu zahlende Vergütung sogar in den kommenden Jahren sinken. Der Wert wird dem Trend-Szenario zufolge 2014 bei 330,99 Euro pro Megawattstunde liegen und vier Jahre später auf 283,49 Euro je Kilowattstunde fallen. (Sandra Enkhardt)


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