EEG-Konto erstmals mit mehr als 5 Milliarden Euro im Plus

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Trotz steigender Einspeisung der Photovoltaik-Anlagen im Frühjahr wächst der Überschuss für die Übertragungsnetzbetreiber auf dem EEG-Konto munter weiter. Ende April betrug er knapp über fünf Milliarden Euro.

Euromünzen

Das Plus auf dem EEG-Konto steigt erstmals über 5 Milliarden Euro.
Foto: Benjamin Klack/pixelio.de

Auch im April ist das Plus auf dem EEG-Konto weiter angewachsen. Ende des Monats betrug der Kontostand 5.061.976.089,35 Euro, wie aus der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber hervorgeht. Damit ist auch im vergangenen Monat bei den Ein- und Ausnahmen unter dem Strich ein Überschuss von mehr als 263 Millionen Euro übrig geblieben. Erstmals liegt das EEG-Konto damit auch über der Marke von fünf Milliarden Euro. Allein in diesem Jahr hat sich der Überschuss damit fast schon wieder verdoppelt. Bereits seit Januar 2014 liegt das Konto infolge der Einführung einer Liquiditätsreserve für die Übertragungsnetzbetreiber kontinuierlich im Plus, das fast ausnahmslos von Monat zu Monat größer wird.

Der durchschnittliche Vermarktungspreis für erneuerbare Energien ist im April auf 27 Euro pro Megawattstunde gesunken. Nach der Statistik sind im vergangenen Monat allein 3716 Gigawattstunden Solarstrom am vortätigen Spotmarkt einer Börse vermarktet worden. Damit liegt die Photovoltaik deutlich vor der Biomasse und der Windkraft. Der Marktwert Solar sank von 3,059 auf 2,640 Cent pro Kilowattstunde im April.

Agora Energiewende hatte jüngst eine Studie zur Entwicklung der EEG-Umlage bis 2035 vorgelegt. Sie rechnet damit, dass die EEG-Umlage auch im kommenden Jahr nicht steigen wird. Ein Grund dafür ist der hohe Überschuss auf dem EEG-Konto, der in die Neuberechnung für das Folgejahr einbezogen wird. Entscheidend dabei ist der Kontostand Ende September. Auch im vergangenen Jahr gab es zu diesem Zeitpunkt einen Überschuss. Nach Ansicht von Experten hätte die EEG-Umlage für dieses Jahr deshalb auch stärker sinken können. Die Übertragungsnetzbetreiber entschieden sich jedoch nur für eine marginale Reduktion von 0,07 auf 6,17 Cent je Kilowattstunde. (Sandra Enkhardt)


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