Dominanz der chinesischen Modulhersteller wächst weiter

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die führenden chinesischen Photovoltaik-Hersteller werden in diesem Jahr voraussichtlich einen Marktanteil von mehr als 18 Gigawatt erreichen. Sie untergraben nach Ansicht der Analysten von NPD Solarbuzz aber die Preise der japanischen und europäischen Konkurrenten, um Marktanteile zu gewinnen.

Zahlen zur Dominanz der chinesischen Modulhersteller

Die Tier1-Hersteller aus China gewinnen weiter Marktanteile
Grafik: NPD Solarbuzz

In diesem Jahr werden die führenden chinesischen Modulhersteller (Tier 1) nach Ansicht von NPD Solarbuzz ihre Lieferungen voraussichtlich auf 18 Gigawatt ausweiten. Dies seien 50 Prozent mehr als noch 2011. Die großen chineischen Modulhersteller haben damit auch den größten Marktanteil weltweit, was unter anderem auf ihre Produktionskapazitäten und -kosten sowie ihre Marke zurückzuführen ist, wie es weiter heißt. Trotz oder gerade wegen ihres hohen Marktanteils blieben die chinesischen Tier 1-Anbieter unter den durchschnittlichen Verkaufspreisen im Premiumsegment, gerade im Vergleich zu europäischen oder japanischen Herstellern. Die chinesischen Hersteller würden dadurch auch den anderen führenden Modulherstellern weiter Marktanteile abnehmen, selbst im stark regulierten japanischen Markt, schreibt Michael Barker, Analyst von NPD Solarbuzz. Einige chinesische Photovoltaik-Hersteller würden bewusst auf niedrigere Preise setzen, um Marktanteile zu gewinnen. Andererseits würden die Premiumhersteller aus den westlichen Ländern eher Zugang zu höherpreisigen Märkten suchen, wo die chinesischen Anbieter aber auch stark vertreten seien, heißt es weiter.

Ein Schüsselfaktor für die Marktdurchdringung der chinesischen Anbieter seien die Kosten. Die chinesischen Hersteller hätten in den vergangenen 18 Monaten ihre Produktionskosten deutlich senken können und gleichzeitig ihre Marktanteile gesteigert, so Barker weiter. Die Produktionskosten der ausländischen Konkurrenz liege trotz weiteren Senkungen immer noch 20 bis 40 Prozent höher. Die chinesischen Hersteller seien daher auch immer stärker in der Lage, das Preisniveau auf verschiedenen Märkten zu bestimmen. Gleichzeitig würden sie dabei immer leicht unter das Preisniveau der Anbieter aus Europa, Japan und den USA gehen, sagt Barker. Letztendlich sei zu erwarten, dass sich für alle Photovoltaik-Hersteller eine ähnliche konsolidierte Kostenkurve herausbilden werden, wobei regionale und technologische Unterschiede immer weiter reduziert werden. (Sandra Enkhardt)


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