Der neue BEE soll kommen

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Hintergrund, Topnews

Die Diskussionen über einen erneuerten, gestärkten Dachverband, der die Interessen technologie- und spartenübergreifend vertritt, gab es seit Monaten. Nun sind die Weichen für einen gestärkten Bundesverband Erneuerbare Energie gestellt.

Energielandschaft Morbach von Juwi

Künftig soll stärker spartenübergreifend bei den Erneuerbaren zusammengearbeitet werden.
Foto: juwi Gruppe

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) mit gebündelter Kompetenz in die Herausforderungen der nächsten Jahre. Die Weichen dafür seien mit Beschluss der BEE-Mitgliederversammlung am Mittwoch gestellt worden, teilte der Verband am Abend mit. Es werde künftig eine vertiefte Zusammenarbeit der Erneuerbaren-Verbände geben und zugleich könnten Unternehmen ihre Expertise aus der Praxis stärker einbringen. „Die Erneuerbaren sind der Kern der Energieversorgung und wir sind der Verband, der die Transformation des Energiesystems maßgeblich prägt und begleitet“, sagt BEE-Präsident Fritz Brickwedde.

Der neue BEE werde verstärkt spartenübergreifenden, systemischen Fragestellungen, die sich mit wachsendem Ausbau der Erneuerbaren ergeben. „Wir wollen den Umbau auf erneuerbare Energien in allen drei Sektoren – Strom, Wärme und Mobilität – entschieden voranbringen und dabei den dezentralen Charakter der Energiewende erhalten“, so Brickwedde weiter. Die Erneuerbaren würden mit wachsendem Marktanteil immer mehr Verantwortung für das Gesamtsystem übernehmen. Der Verband wolle dafür im engen Schulterschluss mit den Spartenverbänden Lösungen für die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen erarbeiten. „Wir sind die Gestalter der Energiewende. Dafür verbinden wir uns mit allen, die progressiv mit uns die erneuerbare und dezentrale Energieversorgung der Zukunft gestalten wollen“, erklärte Brickwedde.

Die wesentliche Änderung zum bisherigen Status seien, dass sich der BEE für stimmberechtigte Unternehmensmitglieder öffne, die Schaffung von BEE-Kompetenzzentren sowie die personelle und finanzielle Stärkung des Dachverbands. Die im BEE zusammengeschlossenen Spartenverbände der Erneuerbaren, zu dem auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) gehört, würden künftig weiter daran arbeiten, ihre Fachbereiche zu professionalisieren und zugleich gemeinsame Kompetenzen unter dem Dach des BEE zu bündeln.

Unter anderem Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), hatte sich bereits vor einiger Zeit für die Stärkung des BEE und die Bündelung der Interessen der Spartenverbände stark gemacht. Auch der BEE selbst hatte einen internen Evaluierungsprozess angestoßen, um die Aufstellung des Verbands zu prüfen und zu optimieren. (Sandra Enkhardt)


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