Degression der Solarförderung steigt auf 2,5 Prozent

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen lag im September bei fast einem Gigawatt. Damit ist nun klar, dass die monatliche Absenkung der Einspeisetarife in den kommenden drei Monate bei jeweils 2,5 Prozent liegen wird.

Solarpark

Der Photovoltaik-Zubau lag im September bei 980 Megawatt
Foto: pixelio.de/Rainer Sturm

Die Bundesnetzagentur hat nun endlich die Zubauzahlen für den September veröffentlicht. Gleichzeitig ist damit klar, dass die Degression der Photovoltaik-Einspeisetarife im November, Dezember und Januar bei 2,5 Prozent liegen wird. Nach den Erhebungen der Bundesnetzagentur sind im September Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 980,83 Megawatt gemeldet worden. Die Behörde korrigierte zudem die Photovoltaik-Zubauzahlen für die Monate Juli und August leicht. Insgesamt sind demnach in den drei Monaten 1,849,17 Megawatt Photovoltaik-Anlagen gemeldet worden. Dieser Wert wird nun mit vier multipliziert, um ihn auf einen Zubau für das Gesamtjahr hochzurechnen. Danach richtig sich dann auch die Degression der Solarförderung in den kommenden drei Monaten. Die Bundesnetzagentur hat ermittelt, dass sie von derzeit monatlich einem auf 2,5 Prozent steigen wird. Diese monatliche Degression gilt nun bis Januar 2013. Danach wird der Wert erneut ermittelt auf der Grundlage der weiteren Zubauzahlen.

"Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor hoch. Allein im September betrug dieser fast ein Gigawatt. Für den zu betrachtenden Zeitraum wurde der gesetzlich vorgesehene Zubaukorridor, an dem sich die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst, um rund 3,9 Gigawatt und damit mehr als das Doppelte überschritten", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Einspeisevergütungen werden nach der Ermittlung der Behörde für kleine Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt von 17,90 im November auf 17,02 Cent je Kilowattstunde im Januar sinken. Bei Photovoltaik-Anlagen bis 40 Kilowatt wird nun eine Vergütung von zunächst 16,98 Cent je Kilowattstunde gezahlt. Diese sinkt dann auf 16,14 Cent je Kilowattstunde im Januar 2013. Bei Photovoltaik-Anlagen bis einem Megawatt Leistung bewegen sich die Tarife in den kommenden drei Monaten zwischen 15,15 und 14,40 Cent je Kilowattstunde sowie bei Solarparks zwischen einem und zehn Megawatt zwischen 12,39 und 11,78 Cent je Kilowattstunde, wie aus den Berechnungen der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Nach Angaben der Behörde sind bis zum Ende des dritten Quartals damit in Deutschland in diesem Jahr 6120 Megawatt Photovoltaik-Leistung installiert worden. Die Gesamtleistung aller installierten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland steige damit auf gut 31 Gigawatt. (Sandra Enkhardt)


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