Chinesische Konkurrenz von SMA und Power-One holt auf

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die jüngste IHS-Analyse zeigt, dass die Akzeptanz von chinesischen Photovoltaik-Wechselrichtern in vielen Ländern weiter gestiegen ist. Zudem gibt es einen Trend, Stringwechselrichter nun auch verstärkt in Photovoltaik-Kraftwerken einzusetzen.

Modulwechselrichter von SMA

Kürzlich hat SMA seinen ersten Modulwechselrichter auf den Markt gebracht.
Foto: SMA Solar Technology AG

In China hergestellte Photovoltaik-Wechselrichter erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Akzeptanz der chinesischen Produkte in Ländern wie den USA, Deutschland und Großbritannien sei deutlich gestiegen, heißt es in der neuesten Analyse von NPD Solarbuzz. Mehr als die Hälfte der mehr als 300 Befragten hätten die Frage nach der ausreichenden Qualität bei chinesischen Wechselrichtern bejaht. Damit habe sich im zweiten Jahr in Folge die Akzeptanz dieser Produkte weiter verbessert, erklärt IHS-Analyst Cormac Gilligan. Den größten Anstieg habe es in Großbritannien gegeben, wo 60 Prozent der Befragten die Qualität als akzeptabel einstuften. In den USA seien es hingegen nur 40 Prozent gewesen. In Großbritannien könnte dies auch auf die veränderten Rahmenbedingungen zurückzuführen sein. Nach einem Abschmelzen der Solarförderung herrsche nun großer Preisdruck und der Trend gehe daher stärker zu chinesischen Herstellern.

Ein anderer Trend sei, dass zunehmen Stringwechselrichter in Photovoltaik-Großprojekten zum Einsatz kämen. Mehr als 40 Prozent halten den Einsatz von Stringwechselrichtern bei Photovoltaik-Projekten mit mehr als einem Megawatt Leistung für akzeptabel, so die Analyse von IHS. Bei Photvoltaik-Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt seien es sogar 80 Prozent. Dies sei ein enormer Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die häufigsten Gründe, warum Solarkäufer Stringwechselrichter gegenüber Zentralwechselrichtern bei großen Anlagen bevorzugten, sind höhere Flexibilität beim Systemdesign, geringere Verluste im Falle von Ausfällen“, sagt Gilligan weiter. IHS geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. Die Nachfrage nach dreiphasigen Wechselrichtern wird etwa um 14 Prozent jährlich steigen und 2017 ein Volumen von etwa 20 Gigawatt erreichen.

Beim Einsatz von Modulwechselrichtern sei weiterhin die USA führend. Dort habe es auch im vergangenen Jahr eine leichte Steigerung gegeben. Auch in Europa würden aber Microinverter verstärkt nachgefragt. Das die Akzeptanz dieser Geräte in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei, zeige, dass jetzt auch SMA und Power-One Modulwechselrichter anbieten, sagte Gilligan weiter. Andersherum werde diese zugleich weiter helfen, diese Geräte nicht länger als Nischenprodukt zu betrachten. (Sandra Enkhardt)


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