Börsenaufsicht ermittelt weiter gegen Hanergy

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Behörden in Hongkong haben nun in einem eigenen Statement erklärt, dass die Ermittlungen gegen den chinesischen Hersteller von Photovoltaik-Dünnschichtmodulen weiterlaufen. Sie machten aber keine näheren Angaben. Am 20. Mai hatte sich der Marktwert von Hanergy binnen Minuten halbiert.

Hauptsitz von Hanergy in Peking

Hanergy steht unter dem Verdacht möglicher Marktmanipulationen.
Foto: Hanergy

Die Hongkonger Börsenaufsicht SFC hat in einer offiziellen Erklärung verlauten lassen, dass „die formalen Ermittlungen in der Angelegenheit Hanergy Thin Film Power (TFP) andauern und weiterlaufen“. Sie reagierte damit auf Berichte, in denen Hanergy-Chef Li Hejun bestritten hatte, dass es solche Ermittlungen gebe. „Das sind nur Spekulationen, sie entbehren jeglicher Grundlage“, sagte er der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in einem Interview. Die Börsenaufsicht SFC wollte allerdings keine weiteren Angaben zu den Ermittlungen machen.

Nach Reuters-Angaben ermittelt die Behörde gegen Hanergy wegen möglicher Marktmanipulationen. So habe sich der Aktienkurs des chinesischen Photovoltaik-Herstellers zunächst seit September verfünffacht. Dieser außergewöhnliche Anstieg endete dann am 20. Mai als der Börsenkurs von Hanergy in weniger als einer Stunde um 47 Prozent fiel. Dies entsprach Reuters zufolge einem Marktwert von 18 Milliarden US-Dollar, der vernichtet wurde, bevor die Aktie aus dem Handel genommen wurde. (Sandra Enkhardt)


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