Bürgerbewegung für mehr Photovoltaik

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Schweizer Branchenverband Swissolar hat eine Bürgerbewegung initiiert, die eine sichere, saubere und unabhängige Energieversorgung dank Solarenergie fordert. So sollen sich auch Privatpersonen für den Ausbau der Photovoltaik engagieren können.

Photovoltaik auf Lawinenverbauung am Berghang

Der Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz boomt.
Foto: Energiebüro Zürich

Der Schweizer Photovoltaik-Branchenverband Swissolar will jetzt die Bevölkerung motivieren, sich für einen schnelleren Ausbau der Solarenergie einzusetzen. Dafür hat Swissolar die Bürgerbewegung Pro Solar lanciert, die für die Schweiz eine sichere, saubere und unabhängige Energieversorgung dank Solarenergie fordert. Basis der Bewegung soll die Website Pro-Solar.ch sein: Sie bietet neben aktuellen Informationen unter anderem die Möglichkeit, ein Manifest zu unterzeichnen, mit dem Pro Solar der Energiewende bei Öffentlichkeit, Medien und Politik mehr Gewicht verleihen will.

In einer ersten Kampagne setzt sich die Bewegung für mehr Solarstrom in der Energiestrategie 2050 ein. Laut Pressemitteilung will Pro Solar der Schweizer Energieministerin Doris Leuthard eine Liste mit entsprechenden Unterschriften übergeben, bevor der Bundesrat in die Sommerpause geht. Wie der Branchenverband Swissolar meldet, wurden 2012 in der Schweiz doppelt so viele Kilowattstunden Solarstrom produziert wie im Vorjahr. Der aktuelle Entwurf der Energiestrategie 2050 jedoch drohe diese Dynamik auszubremsen, da demnach der Ausbau der Solarstromproduktion bis 2020 nur bis 600 Millionen Kilowattstunden unterstützt werden soll. Über die Hälfte dieser Menge wird Swissolar zufolge jedoch heute schon in der Schweiz produziert. Pro Solar fordert, diese Barriere für den Ausbau der Solarenergie in der Schweiz aufzuheben, da die Schweiz ihren Strombedarf lediglich zu 0,6 Prozent mit Solarenergie decke. In Deutschland und Italien seien es 2012 schon rund fünf Prozent gewesen.

Pro Solar will außerdem mit Mund-zu-Mund-Propaganda die Photovoltaik in der Schweiz voranbringen. Ab Sommer plant die Bewegung beispielsweise, Privatleute bei der Organisation sogenannter Solar-Apéros zu unterstützen: Private Betreiber von Solaranlagen sollen dazu motivieren werden, Bekannten, Freunden und Nachbarn die Möglichkeiten der Photovoltaik im Beisein eine Fachperson näher zu bringen. Schließlich sei, so pro Solar, für die Verbreitung von Innovationen mit ökologischem Mehrwert das Verhalten von Freunden und Bekannten von großer Bedeutung. (Petra Hannen)


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