Bosch-Solar-Übernahme hilft Solarworld auf die Beine

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Photovoltaik-Hersteller hat vorläufige Zahlen für das erste Quartal 2014 vorgelegt. Der Absatz hat sich etwas verbessert. Ansonsten profitiert Solarworld vor allem von der vollzogenen Entschuldung und Sondereffekten aus der Übernahme des Bosch-Solar-Werks in Arnstadt.

Modulfertigung von Solarworld in Freiberg

Die Nachfrage nach Solarworld-Produkten hat sich im Vergleich zum 1. Quartal 2013 deutlich erhöht.
Foto: SolarWorld AG

Die Solarworld AG hat im ersten Quartal seine Absatzmenge um 41 Prozent auf 154 Megawatt erhöhen können. Der Umsatz sei in den ersten drei Monaten allerdings von 112,2 auf 99,4 Millionen Euro gesunken, hieß es bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen. Grund seien Einmaleffekte aus dem Verkauf zweier umsatzstarker Großprojekte im ersten Quartal 2013. Aber auch der Preisrückgang auf den internationalen Photovoltaik-Märkten habe zu dem Rückgang trotz höherem Absatz als vor Jahresfrist geführt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte Solarworld jedoch deutlich verbessern. Es sei um knapp 160 Millionen Euro auf 137,2 Millionen Euro im ersten Quartal gestiegen. Darin enthalten sei ein vorläufig ermittelter Gewinn aus der Erstbilanzierung der von Bosch Solar übernommenen Produktionsanlagen und Vermögenswerte, hieß es weiter. Solarworld gibt diese mit 135,6 Millionen Euro an. Das bereinigte EBITDA-Ergebnis liege somit bei 1,6 Millionen Euro. Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe das Photovoltaik-Unternehmen von der Bosch-Solar-Fertigung in Arnstadt profitieren können. Es hat sich nach vorläufigen Berechnungen binnen Jahresfrist von -32,3 auf 127,4 Millionen Euro verbessert. Ohne den Sondereffekten aus der Übernahme hätte es bei einem Verlust von 8,2 Millionen Euro gelegen, teilte Solarworld weiter mit.

Doch nicht nur die Übernahme der Bosch-Solar-Produktion in Arnstadt lässt die Solarworld-Bilanz wieder deutlich freundlicher erscheinen. Der Photovoltaik-Konzern mit Sitz in Bonn hatte zudem im Frühjahr seine Entschuldung mittels eines Kapital- und Schuldenschnitts vollzogen. Der Sanierungsgewinn habe bei 555,7 Millionen Euro gelegen. Das Konzernergebnis nach Steuern sei daher im ersten Quartal auch um 594,2 auf 550,1 Millionen Euro gestigen, hieß es weiter. Die finanzielle Restrukturierung wirkte sich zudem massiv auf die Eigenkapitalquote aus. Noch zum Jahresende standen -243,1 Millionen Euro zu Buche. Zum Ende des ersten Quartals habe Solarworld nun wieder ein positives Eigenkapital von 321,4 Millionen Euro verbuchen können. Die liquiden Mittel hätten zu diesem Zeitpunkt bei 183,3 Millionen Euro gelegen. (Sandra Enkhardt)


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