Betrug bei Solar Millennium?

Kategorie: Topnews, Politik und Gesellschaft

Anlegerschützer prüfen jetzt, ob bei dem insolventen Unternehmen gegen das Gesetz verstoßen wurde. Staatsanwalt und Finanzaufsicht ermitteln gegen den kürzlich zurückgetretenen Aufsichtsrat und Firmengründer von Solar Millenium.

Anleger haben bereits Viel Geld verloren

Anleger haben bereits viel Geld mit Solar Millennium verloren
Foto: Solar Millennium AG

Jetzt melden sich die Anlegerschützer. Sie wittern beim kürzlich pleitegegangenen Unternehmen Sollar Millennium Betrug. Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) prüfe in alle Richtungen, auch auf strafrechtlich relevante Aspekte der zuletzt absehbaren Insolvenz des Erlanger Unternehmens, berichteten die Stuttgarter Nachrichten. Auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ruft nach Informationen der FAZ die Geldgeber des Unternehmens dazu auf, sich bei ihr zu melden. Es seien mehr als 200 Millionen Euro in Gefahr, die Investoren dem Unternehmen geliehen haben.  

Spekulationen um Bilanzmanipulationen, Vorstandswechsel in Serie „oder einen Firmengründer, der wegen Betrugs vor den Kadi muss“ (Stuttgarter Nachrichten), haben Solar Millennium ins Gerede gebracht. Weit mehr als 10.000 Anleger hatten dem kleinen Mittelständler ihr Geld anvertraut, im guten Glauben an eine grünere Welt. Aber nicht nur die Aktionäre haben fast alles verloren. Solar Millennium gab fünf Anleihen über insgesamt 226 Millionen Euro und Fonds für fast 54 Millionen Euro heraus.

„Die bisherige Führungsmannschaft von Solar Millennium hat erhebliche Probleme mit der Justiz“, so die FAZ in ihrer gestrigen Ausgabe. Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht ermitteln gegen den Ex-Aufsichtsrat und Firmengründer Hannes Kuhn wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Doch auch wegen anderer Geschäftsaktivitäten steht der millionenschwere Steuerberater in einem schlechten Licht. Es geht um die Betreuung von Firmen, die eines Schneeballsystems im Immobiliensektor verdächtigt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Zusammenbruch der DM Beteiligungen AG hat zirka 35.000 Privatleuten etwa 600 Millionen Euro gekostet. (William Vorsatz)


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