Übernahmegerüchte um Solarworld und First Solar

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

In der Photovoltaik-Branche brodeln die Gerüchte: First Solar soll Interesse an Solarworld haben. Der deutsche Solarkonzern dementiert - First Solar nicht.

Solarworld-Chef Frank Asbeck

Asbeck: "Eine Übernahme durch First Solar wäre für uns so schlimm wie durch die französische Atomindustrie"
Foto: Wolfgang von Brauchitsch/SolarWorld AG

Im Photovoltaik-Markt kursieren Gerüchte, dass First Solar, Inc. den deutschen Konkurrenten Solarworld übernehmen will.  "Wir führen mit First Solar keine Gespräche und ein Angebot liegt uns auch nicht vor", sagte Konzernchef Frank Asbeck der Nachrichtenagentur Reuters. "Eine Übernahme durch First Solar wäre für uns so schlimm wie durch die französische Atomindustrie", so der Firmengründer weiter. First Solar wollte die Spekulationen gegenüber der photovoltaik weder bestätigen noch dementieren.

First Solar ist Weltmarktführer im Bereich Dünnschicht. Seine Module auf Cadmiumtellurid-Basis sind allerdings in der Branche umstritten. Gerade Asbeck äußerte sich mehrfach mit drastischen Worten über den Konkurrenten. Zudem gehört Solarworld der Non-Toxic Solar Alliance (NTSA) an, die sich für ein Verbot der Verwendung von Cadmium in der Solarbranche stark macht. Das Anliegen fand aber in der Europäischen Union kein Gehör. In der überarbeiteten sogenannten RoHS-Richtlinie, die sich mit der Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten befasst, ist die Photovoltaik-Branche weiterhin vom Cadmium-Verbot ausgenommen. First Solar sieht in den NSTA-Aktionen eine „gezielte Attacke auf die kostengünstige Dünnschicht-Technologie“. (Sandra Enkhardt)


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