Bericht: Hanwha Q-Cells will "nur" 470 Stellen streichen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Betriebsrat des Photovoltaik-Herstellers hat der "Mitteldeutschen Zeitung" bestätigt, dass der Wegfall der Arbeitsplätze bei Hanwha Q-Cells in Deutschland weniger drastisch ausfallen wird. Das Unternehmen selbst will sich dazu noch nicht äußern und verweist auf die laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

Hanwha Q-Cells Standort in Wolfen-Bitterfeld

Hanwha Q-Cells verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat über den Stellenabbau in Deutschland.
Foto: Hanwha Q Cells

Die Stellenstreichung bei Hanwha Q-Cells in Deutschland könnte etwas geringer ausfallen als zunächst angekündigt. „Nach jetzigem Verhandlungsstand reden wir von einem Stellenabbau von 470 statt 550 Stellen. Immerhin 80 Arbeitsplätze sind gerettet“, sagte Betriebsratschef Uwe Schmorl der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Er verwies aber auch darauf, dass die Gespräche mit der Unternehmensführung des Photovoltaik-Herstellers noch nicht abgeschlossen seien. Die Abmilderung beim Stellenabbau sei aber gesichert, sagte Schmorl dem Blatt. Es sei erreicht worden, dass die Pilot-Produktionslinie für Solarmodule nun doch in Wolfen erhalten bleibe. Das Unternehmen selbst wollte den Bericht nicht kommentieren. „Das Unternehmen hat dem Betriebsrat im Rahmen der Verhandlungen zum Interessenausgleich einen Strukturplan vorgelegt. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass das Unternehmen keine Zahlen oder Zwischenstände der laufenden Verhandlungen kommentieren kann“, erklärte ein Sprecher von Hanwha Q-Cells auf Nachfrage von pv magazine.

Im Januar hatte Hanwha Q-Cells angekündigt, seine Produktion aus Deutschland an wettbewerbsfähigere Standorte zu verlagern Die Solarzellenproduktion mit 230 Megawatt Kapazität soll aus Deutschland an den Hauptstandort von Hanwha Q-Cells nach Malaysia verlegt werden. Wohin die Modulproduktion mit einer Kapazität verlagert wird, steht nach Unternehmensangaben noch nicht fest. Erst in der vergangenen Woche dementierte der Photovoltaik-Hersteller einen MDR-Bericht, wonach mehr als die angekündigten 550 der rund 800 Stellen in Deutschland gestrichen werden sollen. Seit kurzem ist auch die Übernahme durch Hanwha Solarone abgeschlossen. Das Gesamtunternehmen firmiert nun unter dem Namen Hanwha Q-Cells Co. Ltd. (Sandra Enkhardt)


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