Beratungsnetzwerk für neue Photovoltaik-Konzepte gegründet

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

"Sparen, Liefern, Pachten: Neue Solarstromkonzepte anwenden" - so der Titel des Netzwerks. Es richtet sich an Gewerbe- und Industriebetriebe, Stadtwerke, private Bauherren und Wohnungsgesellschaften, den bei Investitionen in Photovoltaik-Anlagen geholfen werden soll.

Installation von Solarmodulen

Das neue Beratungsnetzwerk will auch für das Handwerk Unterstützung anbieten.
Foto: Eon Solar

In Berlin ist am Donnerstag ein Netzwerk Netzwerk für die Verbreitung und Anwendung neuer Solarstromkonzepte gegründet worden. Es firmiert unter dem Namen „Sparen, Liefern, Pachten: Neue Solarstromkonzepte anwenden“, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mitteilte. Das Beratungsnetzwerk richte sich an interessierte Gewerbe- und Industriebetrieben, Stadtwerke, private Bauherren und Wohnungsgesellschaften, denen die Investition in Photovoltaik-Anlagen erleichtert werden solle.

Der BSW-Solar hat das Netzwerk initiert, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell unterstützt das Vorhaben wird. „Wir haben das Netzwerk ins Leben gerufen, weil die Rahmenbedingungen vor allem für gewerbliche Photovoltaik-Projekte komplizierter geworden sind und potenzielle Solar-Anwender und Investoren mehr und vor allem spezifische Beratung suchen“, erklärte BSW-Solar-Geschäftsführer Jörg Mayer. „Eigenversorgung, Stromlieferung, Mieterstromkonzepte und Pachtmodelle sind erheblich erklärungsbedürftiger als die feste Vergütung für die eingespeiste Kilowattstunde“, sagte er mit Blick auf die jüngste EEG-Novelle vom August 2014. Die Bundesregierung führte damals eine Belastung des Eigenverbrauchs mit einer anteiligen EEG-Umlagezahlung sowie die Abschaffung des solaren Grünstromprivilegs ein. Zudem wird der Solarstrom aus neuen Photovoltaik-Anlagen nicht mehr generell über einen festen Einspeisetarif vergütet, sondern muss ab einer bestimmten Größe der Anlage direkt vermarktet werden.

Gründungsmitglied des Netzwerks ist der Zentralverbande der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Das Elektrohandwerk sei mittlerweile eine der wichtigsten Multiplikatoren für Photovoltaik-Projekte in Deutschland. „Die Elektrohandwerker sind aktuell stark gefordert, ihre Geschäftsmodelle den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Sie können deshalb in erheblichem Umfang von dem Netzwerk profitieren und mit den gezielten Informationsangeboten ihre Beratungskompetenz weiter steigern“, erklärte Alexander Neuhäuser, Geschäftsführer für Recht und Wirtschaft im ZVEH.

Auf der Auftaktveranstaltung in Berlin waren auch Vertreter des Verbands privater Bauherren (VPB), der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im Verband kommunaler Unternehmen (ASEW), der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Handwerkskammern Potsdam und Frankfurt (Oder) - Region Ostbrandenburg sowie anderer Verbände der Wirtschaft und Energieagenturen anwesend, wie es weiter hieß. Das Netzwerk sei zudem offen für weitere Partner. (Sandra Enkhardt)


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