Bauernverband gegen Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen

Kategorie: Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Deutsche Bauernverband will, dass die Kommunen keine Photovoltaik-Anlagen mehr auf landwirtschaftlichen Nutzflächen erlauben. Diese sollten bevorzugt auf Dächern oder Konversionsflächen gebaut werden.

Kuhstall mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und Kühen davor

Photovoltaik-Anlagen sollten keine landwirtschaftlichen Nutzflächen versiegeln
Foto: Solaragentur Schweiz

Ein Fachausschuss des Deutschen Bauernverbands (DBV) hat seine Forderung erneuert, dass auf Ackerflächen vorrangig Nahrungs- und Futtermittel sowie Energiepflanzen angebaut werden sollten. Wertvolle Acker- und Grünfläche müsse vor Überbauung geschützt werden, heißt es einer Mitteilung des Verbandes. Die derzeitige Fülle von Bauanträgen für großflächige Photovoltaik-Anlagen in vielen Kommunen bedrohe viele landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Zukunftsentwicklung. Der Bauernverband will daher, dass Photovoltaik-Anlagen vorrangig auf Dachflächen oder Konversionsflächen installiert werden sollten. Nutzflächen dürften dem Bauernverband zufolge dürften nur dann genutzt werden, wenn für diese Flächen kein Interesse von Seiten der Landwirtschaft bestehe, heißt es weiter. Die Kommunen sollten daher bei der Standortwahl für Photovoltaik-Anlagen grundsätzlich agrarstrukturelle Belange besonders berücksichtigen. Es dürfte kein zusätzlicher Flächenverbrauch durch Ausgleichsareale für Photovoltaik-Anlagen entstehen, fordert der DBV-Fachausschuss für Nachwachsende Rohstoffe. (Sandra Enkhardt)


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