Auf steigende Strompreise setzen

Kategorie: 12 / 2009, Geld & Recht Cornelia Lichner

Direktverbrauch: Im Verlauf des Jahres 2009 haben sich viel offene Fragen zur eigenen Nutzung des Solarstroms geklärt. Nun stehen auch die Einspeisevergütungen für 2010 fest, und es zeigt sich – Direktverbrauch wird immer attraktiver. Zwar sind die Zusatzeinnahmen im privaten Bereich nur klein, doch sie übersteigen in der Regel die Anschaffungskosten deutlich.

Bei Photovoltaikanlagen, die ab dem 1. Januar 2009 errichtet wurden, ist der Selbstverbrauch des erzeugten Solarstroms eine attraktive Alternative zum Einspeisen.
Illustration: Solarpraxis AG/Hark Weidling

Tim Groth hat sich bei seinem 2006 gebauten Haus einen eigenen Solarzähler einbauen lassen.
Foto: Solarpraxis AG/Tim Groth

Christian Lauers Anlage war für Installateur Jojakim Sames eine der ersten Direktverbrauchsinstallationen.
Fotos: Solarpraxis AG/Christian Lauer

Wie Groth hat auch Christian Lauer die notwendigen Zähler nicht gemietet, sondern gekauft.

Seit einem halben Jahr spürt Christian Lauer eine Zufriedenheit, wie sie sonst nur passionierte Gärtner kennen. So wie der Gärtner seine eigenen Äpfel pflückt und mit Freude hineinbeißt, so programmiert Lauer seine Waschmaschine auf ein Uhr nachmittags in der Gewissheit, dass er den Strom dafür vom eigenen Dach erntet. Lauer hat sich beim Kauf seiner neuen Photovoltaikanlage dafür entschieden, den Strom auch selbst zu verbrauchen. Nur wenige Kunden nutzen diese neue Möglichkeit im Erneuerbare-Energien-Gesetz, denn sie müssen dafür zusätzliche Kosten, Mühen und einige Unsicherheiten in Kauf nehmen. Auch Christian Lauer weiß noch nicht, ob und in welcher Höhe sich der zusätzliche Aufwand einst auszahlen wird. Immerhin wurden im Laufe des Jahres 2009 viele der offenen Fragen geklärt, so dass es nun möglich ist, die Wirtschaftlichkeit des Direktverbrauchs schon vor dem Kauf einer neuen Anlage abzuschätzen.

Wer sich eine Solaranlage kauft, steht vor der Wahl, ob er sie mit oder ohne die Option zur Nutzung des eigenen Stroms installieren lässt. Wer nur herausfinden möchte, welche der beiden Möglichkeiten die höheren Einnahmen erwirtschaften wird, kann viele Anlagendaten und Informationen einfach außen vor lassen. Denn vieles ist für beide Varianten gleichermaßen zutreffend und verkompliziert nur unnötig die Rechnung. Dazu gehören zum Beispiel die Gesamtstromproduktion und die Gesamtkosten der Anlage. Auch die Umsatzsteuer kann man ausklammern, denn das Bundesfinanzministerium hat mit seiner Entscheidung vom 1. April 2009 Anlagen mit Vor-Ort-Verbrauch denen mit vollständiger Einspeisung des Stroms gleichgestellt. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung sind nur die folgenden Einflussfaktoren bedeutsam: die Einspeisevergütung im Jahr der Anschaffung, der Strompreis des gewählten Stromanbieters, die Höhe des Eigenverbrauchs und sämtliche Zusatzkosten, die dadurch entstehen. Während die Einspeisevergütung feststeht und sich die Zusatzkosten mit der zunehmenden Zahl an Anlagen immer klarer abzeichnen, sind die Höhe des Verbrauchs und der Strompreis

Schwankungen und Unsicherheiten unterworfen. Hier kommt es darauf an, ein möglichst realistisches Szenario zu entwerfen.

Knackpunkt Strompreis

Betrachten wir zunächst die Situation heute und Anfang 2010. Für eine selbst verbrauchte Kilowattstunde erhält ein Anlagenbetreiber, der mit seiner Solaranlage 2009 ans Netz gegangen ist, einen verminderten Vergütungssatz von 25,01 Cent. Er erzielt gegenüber der Einspeisung somit Mindereinnahmen von 18 Cent pro Kilowattstunde. Dafür spart er jedoch Strom vom Versorger. Durchschnittlich spart er in Deutschland laut Eurostat derzeit 22,82 Cent pro Kilowattstunde. Das ist privater Haushaltsstrom inklusive Strom- und Umsatzsteuer. Christian Lauer aus der Nähe von Marburg zahlt 21,87 Cent. Lauer erzielt also pro selbst verbrauchter Kilowattstunde ein Plus von 3,87 Cent, das er noch versteuern muss. Die günstigsten Strompreise liegen jedoch noch deutlich niedriger. So werden auf dem hart umkämpften Berliner Strommarkt Arbeitspreise von unter 18 Cent angeboten. Wer sich hier eine Anlage mit Direktverbrauch installieren lässt, sollte sparsam mit dem eigenen Strom umgehen, denn er zahlt zu, solange die Strompreise nicht steigen.

Photovoltaikanlagen, die erst 2010 ans Netz gehen, bieten dem Eigenverbrauch mehr Spielraum. Die Differenz zwischen der regulären Einspeisevergütung für kleinere Dachanlagen von 39,14 Cent und der reduzierten Vergütung für den Eigenverbrauch von 22,76 Cent beträgt nämlich nur noch 16,38 Cent, weil beide Sätze unabhängig voneinander um jeweils neun Prozent abgesenkt wurden. Der Eigenverbrauch beginnt sich also schon ab einem Bruttostrompreis von 16,38 Cent auszuzahlen. Er wird damit auch für Gewerbetreibende mit günstigeren Strompreisen interessant.

In der folgenden Rechnung werden zwar Netto- und Bruttopreise miteinander verglichen, das ist für Haushalte, die den selbst verbrauchten Strom privat nutzen, aber legitim. Die Einspeisevergütung wird vom Stromversorger zuzüglich Mehrwertsteuer ausgezahlt. Für die Kilowattstunde selbst verbrauchten Strom erhält der Anlagenbetreiber die gleiche Mehrwertsteuer wie für den eingespeisten Strom. Doch diese Steuern werden an das Finanzamt weitergereicht, ändern die Erträge also nicht. Wer privat Strom vom Energieversorger bezieht, zahlt als Endverbraucher die Umsatzsteuer selbst.

Wenn er den Strom einspart, spart er ihn also brutto. Gewerbetreibende, die von ihrer Stromrechnung die Vorsteuer abziehen, müssen jedoch mit Nettopreisen rechnen; ihre Stromersparnis fällt um 19 Prozent geringer aus. Unter Umständen sinkt die Stromrechnung aber gar nicht um den Betrag der eingesparten Kilowattstunden. Denn neben dem eigentlichen Strom zahlen Stromkunden auch noch einen Grundpreis, und der kann bei geringerem Verbrauch auch mal teurer werden. Eine solche Tariferhöhung muss dann ebenfalls in die Gesamtrechnung rein.

Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch nicht nur vom Strompreis ab. Es ist ebenso wichtig, wie hoch die zusätzlichen Kosten durch eine Direktverbrauchsinstallation ausfallen und wie viel Strom der Kunde im Jahr tatsächlich selbst verbraucht. Tim Groth hat ein Haus in Wandlitz bei Berlin. Es ist im Jahr 2006 gebaut worden. Weil Groth darin Computer und Server betreibt und eine ausgefeilte Haussteuerung besitzt, hat er seinen Verteilerkasten für künftige Zubauten großzügig ausgelegt. Sein Elektriker hat die neue Photovoltaikanlage angeschlossen. Während herkömmliche Anlagen den Strom über einen Einspeisezähler direkt ins Netz liefern und die Hausinstallation nicht betreffen, sind für den Eigenverbrauch einige Umbauten nötig. So folgt auf die Wechselrichter ein Zähler, der die gesamte erzeugte Strommenge misst: der sogenannte Solarzähler. Der Kunde kann dafür selbst einen geeichten Zähler kaufen oder einen vom Netzbetreiber mieten. Groth zahlte für seinen bei Eon Edis – Eons regionaler Stromversorger in Ostdeutschland – den Schnäppchenpreis von 40 Euro.

Hinter dem Zähler wird der Strom ins Hausnetz eingespeist. Dafür muss der Elektroinstallateur die Verkabelung im Verteilerschrank ändern. Bei Groth war das ein Posten von etwa 70 Euro. Wenn der Netzbetreiber den normalen Stromzähler gegen einen Zweirichtungszähler austauscht, kann der je nach Flussrichtung zwischen dem eingespeisten Reststrom und dem aus dem Netz bezogenen Haushaltsstrom unterscheiden. Manche Netzbetreiber berechnen dafür eine einmalige Gebühr oder eine höhere Zählermiete. Wenn nicht genügend Platz im Zählerschrank ist, muss auch eine Erweiterung zu den Anschaffungskosten gerechnet werden. Insgesamt kam Groth auf zusätzliche Installationskosten von etwa 110 Euro. Das war sehr günstig. Groths Projektingenieur Henrik Bumiller kalkuliert normalerweise je nach Zustand der Altinstallation mit einem Aufwand von 300 bis 500 Euro.

Christian Lauer hat allein für den zusätzlichen Zähler schon 200 Euro bezahlt. Für das Einsetzen des Zweirichtungszählers fielen noch einmal 70 Euro an. Für seinen Installateur Jojakim Sames von Sames Solar war das eine der ersten Direktverbrauchsinstallationen. Deshalb gab er nicht den gesamten Aufwand an seinen Kunden weiter. Er rät inzwischen dazu, beide Zähler beim Energieversorger zu mieten. Das sei in der Regel günstiger als ein eigener Zähler. Dadurch ließen sich die zusätzlichen Installationskosten auf höchstens 270 Euro begrenzen.

Zusatzkosten berücksichtigen

Zu den möglichen Zusatzkosten gehört auch noch die Abrechnungsgebühr. Einmal im Jahr fallen bei Tim Groth acht Euro an für die Abrechnung des Eigenverbrauchs. Dieser Gebühr hat er im Einspeisevertrag zugestimmt. Lauer wartet noch auf die erste Abrechnung und weiß bislang nicht, wie hoch die Gebühren sein werden. Hochgerechnet auf 20 Jahre hat Groth also einen Zusatzaufwand von etwa 270 Euro. Bei Lauer fällt der gleiche Betrag plus der ausstehenden Abrechnungsgebühr an.

Schwer zu kalkulieren, aber unter Umständen teuer können sich Nachteile auswirken, mit denen Selbstverbraucher bisher zu kämpfen hatten. Christian Lauers Anlage war schon seit zwei Monaten fertig installiert, als Eon Mitte sie mit einem Zweirichtungszähler ans Stromnetz anschloss. Die sonnigen Monate April und Mai gingen ihm dadurch verloren. Sein Installateur Sames hat Ähnliches auch bei anderen Kunden erlebt und rät Interessenten für 2009 deshalb lieber vom Eigenverbrauch ab: Der Umbau lasse sich später nachholen und sei dann nicht so zeitkritisch. Eon streitet eine nachrangige Behandlung von Direktverbrauchern ab und verweist auf eine „Flut der Anträge auf Anschluss“. Eon Edis räumt allerdings ein, dass „die zusätzlichen technischen Anforderungen wie der Einbau von Spezialzählertechnik und der abrechnungstechnisch vorgeschriebene völlig neue und komplizierte Abrechnungsmodus“ die praktische Abwicklung erschwert hätten und sich „trotz großer Anstrengungen unsererseits in Einzelfällen Probleme nicht vollständig vermeiden ließen.“

Einer dieser Einzelfälle ist wohl auch Tim Groth. Zwar wurde seine Anlage schnell angeschlossen, doch Netzbetreiber Eon Edis baute dabei den „Sparzähler“ seines Stromanbieters Yellostrom aus. Der zeigte ihm im Internet stets den Stromverbrauch an. Diese Berichte nutzte Groth zum Beispiel, um seinen Wochenendwohnsitz von Berlin aus fernzusteuern. Nun kämpft Groth um eine Zwei-Zähler-Lösung, den Sparzähler für den Strombezug und einen Einspeisezähler.

Die zusätzlichen Kosten und die vertane Zeit müssen nun durch die Einnahmen beim Eigenverbrauch wieder eingespielt werden. Um abzuschätzen, wie viel Solarstrom in einem Haushalt genutzt werden kann, sollte der Kunde seinen typischen Stromverbrauch für einige Tage protokollieren. Dadurch kann er herausfinden, wie viel Strom er zu den Zeiten benötigt, in denen die Solaranlage produziert. Aufgrund der längeren Sonnenscheindauer und der größeren Strahlungsintensität erzeugen PV-Anlagen im Sommer etwa 75 Prozent der Erträge, 25 Prozent entfallen auf das Winterhalbjahr. Im Sommer wird bis zu zwölf Stunden lang Strom erzeugt, im Winter dagegen nur fünf bis acht Stunden. Betrachtet man ein Standardlastprofil, also die durchschnittliche Verbrauchskurve privater Haushalte, sind im Sommer zwischen 7 und 19 Uhr etwas mehr als 50 Prozent des Tagesstromverbrauchs zu erwarten. Im Winter wird etwas mehr Strom benötigt, vorwiegend abends für die Beleuchtung, so dass zwischen 9 und 15 Uhr nur etwa ein Viertel des durchschnittlichen Tagesbedarfs entsteht. Ist die Solaranlage groß genug, kann im Schnitt also ein Drittel des Strombedarfs von ihr gedeckt werden. Gezieltes Wäschewaschen oder Rasenmähen in der Mittagszeit kann die Bilanz noch verbessern. Solange der Haushalt noch nicht über ein Energiemanagement verfügt, das den Bedarf entsprechend der Stromerzeugung steuert, ist das jedoch mit Vorsicht zu genießen. Schließlich müssen die Selbstverbraucher dafür dauerhaft ihr Verhalten ändern. Motivierend ist in diesem Fall der Blick auf die Stromzähler.

Stromfresser auf Diät setzen

Christian Lauer kann schon ein bisschen stolz sein auf die Bilanz seines ersten Halbjahres. 4.836 Kilowattstunden hat er seit Juni erzeugt, eingespeist nur 4.602. Seinem Direktverbrauch von 234 Kilowattstunden steht ein Netzbezug von 316 Kilowattstunden gegenüber. Dieses gute Verhältnis hat er durch den gezielten Einsatz seiner Waschmaschine erreicht, die in seinem kleinen Zwei-Personen-Haushalt der größte Stromfresser ist. Mit diesen Daten lässt sich nun eine erste Abschätzung der Wirtschaftlichkeit erstellen. Mit seinem Direktverbrauch hat er im ersten Halbjahr im Vergleich zur Einspeisung des gesamten Stroms 9,06 Euro zusätzlich verdient. Hochgerechnet auf 20 Jahre ergäbe das 362,40 Euro. Falls sein Netzbetreiber noch Abrechnungsgebühren verlangt, rentiert sich die Installation aus heutiger Sicht somit nicht. Anders sieht es aus, wenn er seinen Stromverbrauch noch steigert und der Strompreis steigt. Angenommen er würde 1.000 Kilowattstunden seines Solarstroms jährlich verbrauchen, vielleicht weil die Familie größer wird, dann könnte er Zusatzeinnahmen von 774 Euro erzielen (0,0387 Euro x 1.000 Kilowattstunden x 20 Jahre). Stiege dann noch sein Strompreis jährlich nur um 1,6 Prozent, wie in der Zeit von 1991 bis 2005, würden die Einnahmen auf 1.507 Euro wachsen – in Anbetracht eines kalkulierten Gesamtertrags von 29.600 Euro für die 8,75-Kilowatt-Anlage noch ein erkleckliches Sümmchen.

Doch Vorsicht, alle diese Erträge unterliegen der Einkommenssteuer. Wer geglaubt hat, Eigenverbrauch wirke sich in der Steuererklärung aus, weil es die Einnahmen mindert, der sieht sich getäuscht. Die Oberfinanzdirektion Rheinland verfügte im März 2009, dass der gesparte, also selbst verbrauchte Strom in die Gewinn- und Verlustrechnung mit seinem Teilwert einzufließen hat. Er muss somit zum einen mit der verminderten Einspeisevergütung und zum anderen noch mit seinen Beschaffungskosten beim Versorgungsunternehmen berechnet werden, je nach umsatzsteuerlicher Behandlung des Steuerpflichtigen mit oder ohne Umsatzsteuer. Auf der Einnahmenseite der Gewinn- und Verlustrechnung für die Photovoltaikanlage steht dann: Direktverbrauch in Kilowattstunden x 0,2501 Euro + Direktverbrauch in Kilowattstunden x aktueller Brutto- bzw. Nettostrompreis + Resteinspeisung x 0,4301 Euro. Abzüglich der Kosten erhält man den zu versteuernden Gewinn.

Preis im Auge behalten

Sollte der Strompreis in den nächsten Jahren wider Erwarten sinken, sehen sich die Selbstverbraucher von 2009 vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Sollen sie kleine Einnahmeverluste hinnehmen oder ihre Installation wieder zurückbauen? „Es würden noch einmal hohe Kosten anfallen“, warnt Bumiller. Er hält es für besser, das Problem als vorübergehend auszusitzen. Nach Ablauf des Förderungszeitraums sei eine Installation zum Eigenverbrauch ohnehin wünschenswert. Auch Sames plädiert dafür, sich von kleineren Schwankungen nicht irritieren zu lassen. Wer unsicher sei, solle den Preis seines selbst verbrauchten Stroms nicht mit dem billigsten Angebot am Markt, sondern lieber mit einem Ökostromtarif vergleichen. In Anbetracht des Strompreisanstiegs, der in den letzten fünf Jahren mehr als 26 Prozent betrug, stehen die Chancen gut, dass sich der Direktverbrauch früher oder später auszahlt.

Für die Eigenstromnutzer ab 2010 ist das Risiko der fallenden Strompreise ohnehin geringer, da das Anfangsniveau so weit unter dem durchschnittlichen Strompreis liegt, dass kleine Schwankungen noch nicht zu Verlusten führen. Eine Familie, die von ihrem Stromverbrauch von im Schnitt 4.000 Kilowattstunden künftig ein Drittel aus der Solaranlage bezieht, spart gegenüber dem derzeitigen Durchschnittspreis von 22,82 Cent pro Jahr 86 Euro (1.333,33 Kilowattstunden x 0,2282 Euro - 0,1638 Euro). Nach nur 4.658 Kilowattstunden wären die Mehrkosten von etwa 300 Euro ausgeglichen.

Den Blick in die Zukunft sollte nun jeder selbst wagen. Klar ist, dass das Tempo, in dem die Strompreise steigen, deutlich zugenommen hat. Ebenso sicher ist, dass der Direktverbrauch die geringsten Leitungsverluste verursacht und somit hilft, Verbrauchsspitzen im Netz abzufangen. Es ist also nur folgerichtig, jede kleinere Anlage bis 30 Kilowatt ab 2010 auf die Möglichkeit des Direktverbrauchs zu prüfen.

Vergleich der Erträge einer Photovoltaikanlage im Privathaushalt mit und ohne Direktverbrauch

Jährlicher Stromertrag [kWh]

4.000

4.000

Jährlicher Stromverbrauch [kWh]

4.000

4.000

davon 1/3 Direktverbrauch [kWh]

1.333

Einnahmen

Einspeisevergütung (2010: 39,14 ct/kWh) [Euro]

1.565,60

1.043,86

Vergütung für Direktverbrauch (2010: 22,76 ct/kWh) [Euro]

303,39

Einsparung aus vermiedenem Stromkauf (Strompreis: 22,82 ct/kWh inkl. Strom- und Umsatzsteuer) [Euro]

304,19

Summe der Einnahmen pro Jahr

1.565,60

1.651,45

Einnahmen über 20 Jahre [Euro]

31.312

33.029

Ausgaben

Anschaffungskosten (gesamt) [Euro]

16.000

16.300

Laufende Kosten im Jahr (Versicherung 0,2 Prozent, Wartung 0,2 Prozent, Zählergebühren 30 Euro/Jahr, Abrechnungsgebühren 10 Euro/Jahr) [Euro]

94

134

Laufende Kosten in 20 Jahren [Euro]

1.880

2.680

Ausgaben über 20 Jahre [Euro]

17.880

18.980

Gewinn vor Steuern [Euro]

13.432

14.049

Gewinn vor Steuern bei 1,6-prozentiger Strompreissteigerung (Anstieg zwischen 1991 und 2005) [Euro]

13.432

15.069

Gewinn vor Steuern bei 6,1-prozentiger Strompreissteigerung (entspricht dem Anstieg seit 2005) [Euro]

13.432

19.276

Kurzrechnung

Zusatzeinnahmen über 20 Jahre (0,0644 Euro x1.333 kWh x 20) [Euro]

1.717

Zusatzkosten über 20 Jahre [Euro]

1.100

Gewinn durch Direktverbrauch [Euro]

617


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