Aleo Solar mit weiter rückläufigem Umsatz

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der brandenburgische Photovoltaik-Hersteller hat seine Talfahrt noch nicht gestoppt. Im ersten Quartal sank der Umsatz von Aleo Solar nochmals um knapp zwei Drittel.

Werk von Aleo Solar in Prenzlau

Aleo Solar hat am kommenden Dienstag eine Hauptversammlung, auf der auch die Verlustanzeige Thema sein wird.
Foto: Aleo Solar

Die Aleo Solar AG hat für das erste Quartal 2014 vorläufige Zahlen veröffentlicht. Demnach lag der Umsatz bei 11,6 Millionen Euro. Dies sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals ein Rückgang um 62,7 Prozent, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit. Das EBIT-Ergebnis konnte Aleo Solar noch nicht veröffentlichen. Es könne noch nicht gesagt werden, inwiefern das Ergebnis abweiche, hieß es lediglich. Es solle spätestens mit der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen zum ersten Quartal am 27. Mai bekanntgegeben werden.

Bereits Mitte Februar musste Aleo Solar eine Verlustanzeige veröffentlichen. So hat der Photovoltaik-Hersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals verzeichnet. Nach einer vorläufigen Einschätzung werde es im Jahresabschluss einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von -20 Millionen Euro geben. Wegen der geplanten Übernahme von Aleo Solar durch ein asiatisches Konsortium sei bereits eine außerordentliche Hauptversammlung für den 15. April einberufen. Dort werde sich der Vorstand auch zu Verlustanzeige äußern, hieß es weiter. Den EBIT-Verlust für 2013 liegt nach den vorläufigen Berechnungen bei rund 100 Millionen Euro. Der Umsatz soll dabei bei etwa 124,5 Millionen gelegen haben.

Anfang Februar verkündete Aleo Solar den Verkauf seines wesentlichen operativen Geschäfts einschließlich des Produktionsstandorts Prenzlau und der Marke Aleo an die Hamburger SCP Solar GmbH. Hinter dieser Erwerbsgesellschaft aus Hamburg steht ein Konsortium, zu dem Sunrise Global Solar Energy aus Taiwan, Choshu Industry aus Japan sowie Pan Asia Solar aus Hongkong gehören. Sie wollen weiter monokristalline Hochleistungsmodule der Marke Aleo produzieren und vertreiben. Dafür soll rund 200 der bislang etwa 730 Mitarbeitern ein neues Beschäftigungsverhältnis angeboten werden. (Sandra Enkhardt)


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