8,7 Megawatt-Bürgersolarpark soll bis Mai ans Netz

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Der offizielle Spatenstich für das Photovoltaik-Kraftwerk in Thüringen erfolgte in der vergangenen Woche. Die Solarmodule für den Solarpark wird Astronergy liefern, die Unterkonstruktionen stammen von Schletter. Die Investitionssumme beläuft sich auf knapp 8,4 Millionen Euro.

Vorstände EGIS Elmar Wibmer, Rainer Brunnhuber, Pascal Lang, BündnisBürgerenergie e. V. Michael Welz, Landrat Thomas Müller, Bürgermeister Hubert Böse, Ortsteilbürgermeister Rolf Dressel – von links nach rechts

Bereits am vergangenen Donnerstag erfolgte der Spatenstich. In dieser Woche sollen die ersten Solarmodule installiert werden.
Foto: MaxSolar GmbH

Auf dem Gelände eines ehemaligen Funkmasten im thüringischen Landkreis Hildburghausen wird nun eines der größten Bürgersolarprojekte der vergangenen Jahre realisiert. Am vergangenen Donnerstag erfolgte der Spatenstich für das Photovoltaik-Kraftwerk mit einer geplanten Gesamtleistung von 8,7 Megawatt. Der Solarpark werde dich über eine Fläche von 14 Hektar erstrecken, teilte Maxsolar mit. Der Generalunternehmer und Projektpartner aus dem bayerischen Traunstein baut den Solarpark im Auftrag der Energiegenossenschaft Inn-Salzach eG. Die Projektentwicklung sei bereits Mitte vergangenen Jahres erfolgt.

Der Bau des Bürgersolarparks werde auf einer Konversionsfläche erfolgen. Auf dem Gelände habe vormals Sendeantennen auf steinigem Grund gestanden. Eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche sei nicht möglich. Allerdings könnte das Gelände wohl zusätzlich als Weideland durch Landschafe bewirtschaftet werden, hieß es bei Maxsolar weiter. Bereits Ende Februar hätten die vorbereitenden Arbeiten für das Photovoltaik-Kraftwerk begonnen. In dieser Woche sollen die ersten Solarmodule von Astronergy, die aus der ehemaligen Produktion von Conergy in Frankfurt/Oder stammen, installiert werden. Schletter werde die Unterkonstruktionen für den Solarpark liefern. Im Mai solle die Bürgersolaranlage dann ans Netz gehen.

Die Investitionssumme für das Photovoltaik-Kraftwerk beläuft sich Maxsolar zufolge auf knapp 8,4 Millionen Euro. Es werde von der Umweltbank finanziert. Der jährliche Ertrag aus der Anlage soll sich voraussichtlich auf etwa 800.000 Euro belaufen. Die Energiegenossenschaft Inn-Salzach eG verkauft die Anteile für jeweils 150 Euro zuzüglich fünf Euro Aufpreis, wie es bei Maxsolar hieß. (Sandra Enkhardt)

Die dezentrale Energieversorgung und die Zukunft von Bürgerenergie werden auch Thema auf der "PV-Betreiberkonferenz in Deutschland" am 27. März in Kirchdorf/Haag sein. Die Konferenz wird von der pv magazine group/Solarpraxis AG veranstaltet.


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