211 Megawatt Photovoltaik-Zubau im Februar

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Mehr als 8300 Photovoltaik-Anlagen sind im zweiten Monat des Jahres in Deutschland bei der Bundesnetzagentur gemeldet worden. Der größte Solarpark mit einer Leistung von gut 8,2 Megawatt entstand in Brandenburg.

Solarpark im Bau

Neue große Solarparks entstehen nur noch wenige, nachdem für Anlagen mit mehr als zehn Megawatt keine Einspeisevergütung mehr gezahlt wird
Foto: Solarpraxis AG/A. Schlegel

Die Bundesnetzagentur hat die Zubauzahlen für den Monat Februar veröffentlicht. Demnach sind in Deutschland  8375 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 211,215 Megawatt bei der Behörde gemeldet worden. Gerade einmal 23 Solarparks mit mehr als einem Megawatt Leistung sind demnach neu installiert worden, wie aus der Veröffentlichung der Bundesnetzagentur hervorgeht. Das größte Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Kapazität von 8,22 Megawatt entstand dabei im brandenburgischen Britz.

Die Einspeisetarife für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen sanken zum 1. April auf 11,02 bis 15,92 Cent je Kilowattstunde je nach Größe des Systems. Vor einem Jahr waren die Einspeisevergütungen im Zuge der letzten EEG-Novelle auf 13,50 Cent je Kilowattstunde für Solarparks und Dachanlagen zwischen 1 und 10 Megawatt Leistung gesenkt worden. Für kleinere Photovoltaik-Dachanlagen waren die Tarife auf 16,50 bis 19,50 Cent je Kilowattstunde abgesenkt worden. Bis zum Monatsende muss die Bundesnetzagentur nun die weitere Degression der Solarförderung festlegen. Diese wird dann jeweils monatlich neu festgelegt. Als Grundlage der Berechnung wird die Bundesnetzagentur den Zubau der drei vorhergehenden Monate mit vier multiplizieren. Dieser Wert wird dann zur Festlegung der Degressionshöhe genommen. Dabei gilt: Bei einem hochgerechneten Zubau von 2500 bis 3500 Megawatt  pro Kalenderjahr gilt die Basisabsenkung von einem Prozent. Bei einem Überschreiten wird in 1000-Megawatt-Schritten die Degression jeweils um 0,4 Prozent erhöht – bis zu einer maximalen Kürzung um 2.8 Prozent. Bei einem hochgerechneten Unterschreiten des Zubaukorridors ist auch eine Absenkung möglich.

Im Januar waren bei der Netzbehörde mehr als 9300 neu installierte Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 274,67 Megawatt gemeldet worden. Damit sind in den ersten zwei Monaten rund 485 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut worden. Zu einer weiteren Absenkung der Solarförderung von mehr als einem Prozent würde es damit auch im Mai kommen, wenn im März mindestens 400 Megawatt zugebaut würden. (Sandra Enkhardt)


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